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Metalfest Austria 2012

Irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem einfach alles egal ist

Fear Factory

Mit Spannung wird inzwischen auf der Hauptbühne der Auftritt der Industrial-Metal-Ikonen Fear Factory erwartet. Bereits als das Intro ertönt, starren viele Fans gebannt in Richtung Bühne. Fear Factory gehören nicht unbedingt zu den am häufigsten tourenden Bands und somit gelten die Auftritte der Combo schon immer als etwas Besonderes.

Gleich zu Beginn fällt der monstermäßige Sound der Band auf. Annähernd wie auf CD drückt „Shock“ aus den Boxen. Mit für das Festival bis dahin unbekannter Gewalt wehen die tiefen Frequenzen über den Acker vor dem Schloss. Die Amis lassen nichts anbrennen und erst mitten im Song „Edgecrusher“ richtet Frontmann Burton die ersten Worte an die Zuhörer. Die Band liefert eine recht gute Show, aber mit Ausnahme von Gitarrero Dino nimmt keiner der Musiker richtig Kontakt zum Publikum auf. Zumindest noch nicht. Nach dem Applaus zu „Smasher/Devourer“ bedankt sich der Sänger auf deutsch mit einem „Dankeschön“ und stellt auch gleich die Frage, wer denn die Scheibe „Digimortal“ sein Eigen nennen würde. Davon stammt nämlich das nächste Stück. „Linchpin“ zeigt dem Sänger aber offensichtlich seine Grenzen auf. Die verzerrten, gegrowlten Elemente funktionieren noch sehr gut, bei den cleanen Parts stellt es einem aber mit Verlaub die Zehennägel auf. Burton singt so wahnsinnig schief, dass man es kaum glauben möchte.

Die Songauswahl entschädigt allerdings für einiges. Neben den eben schon angesprochenen Klassikern der Gruppe gesellen sich noch jede Menge weiterer Hits zu der Setlist beim Metalfest. „Powershifter“, „Martyr“, „Demanufacture“ und auch „Replica“ sorgen für eine wilde Party vor der Bühne.

Diese ist zwar weiter hinten nicht mehr so wild, allerdings hat sich das Areal vor der Bühne langsam locker bis nach hinten zu den Foodständen gefüllt. Ab der Mitte steht man nicht mehr so dicht gedrängt, jedoch ziehen sich kleine Grüppchen bis ganz nach hinten. Etwas weniger komisch finden die meisten Zuhörer die Witze, die Burton über den Schlamm reißt, in dem die meisten Zuhörer knöcheltief stehen.

Ziemlich in der Mitte des Sets gibt es dann etwas Besonderes. Am heutigen Tag ist die neue Scheibe der Industrial Metaller erschienen. Zur Feier des Tages wird von dem Langspieler auch gleich die Nummer „Recharger“ gezockt. Das Lied kann man als typische Fear Factory-Nummer bezeichnen, die auch einen hohen Wiedererkennungswert besitzt.

14 Lieder stopfen die Amis in die eine Stunde Spielzeit, die ihr Slot bereithält. Da bleibt nicht viel Zeit zum Reden, da muss zügig weitergezockt werden. Fear Factory liefern einen sehr soliden und respektablen Auftritt ab, wenn man vom Sänger einmal absieht.

Setlist:

  • 1. Shock
  • 2. Edgecrusher
  • 3. Smasher/Devourer
  • 4. Linchpin
  • 5. Powershifter
  • 6. Fear Campaign
  • 7. Christploitation
  • 8. Recharger
  • 9. Martyr
  • 10. Scapegoat
  • 11. Demanufacture
  • 12. Self Bias Resistor
  • 13. Zero Signal
  • 14. Replica
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