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Metalfest Austria 2011

Die Schlammschlacht mit der geilsten Atmosphäre des Jahres

Arch Enemy

Den finalen Headliner des Metalfest Austria will sich eigentlich niemand entgehen lassen. Arch Enemy haben den ehrenvollen Auftrag erhalten, das Festival zu vernichten. Nach einer etwas längeren Umbaupause hat die Mainstage ein anderes Gesicht erhalten. An der Rückwand der Bühne befinden sich zwei Monitore, die eingespielte Videos wiedergeben. Links und rechts vom Drumset befinden sich zwei ,auf denen die Khaos Legions abgebildet sind. Als das Intro „Khaos Overture“ startet ist, die Bühne nur fahl rot erleuchtet und schwer eingenebelt. Während die Instrumentalisten die Bühne betreten, ertönt frenetischer Jubel, der noch lauter wird als auch Frontfrau Angela Gossow auftaucht und sofort zu „Yesterday Is Dead And Gone“ ins Mikro brüllt. Der Titel vom neuen Album „Khaos Legions“ geht direkt ins Blut und vom ersten Ton an kann man die immense Energie spüren, die einem Arch Enemy-Konzert eigen ist. Kein Titel könnte besser ins Thema passen als das nun folgende „Revolution Begins“. Angela ist richtig gut in Form und die Fans fressen ihr aus der Hand. Auf ihre ganz eigene Weise strahlt sie so unglaublich viel Power aus. Das geht natürlich an den Fans nicht spurlos vorbei. Auch mit dem von „Wages Of Sin“ stammenden „Ravenous“ kann die Vocalistin trumpfen. Aber nicht nur sie: Die ganze Band ist in Topverfassung. Die beiden Gitarristenbrüder Michael und Christopher Amott spielen, als würde es um ihr Leben gehen. Die Solos klingen sehr sauber und der Gitarrensound fetzt richtig. Natürlich haben Arch Enemy noch mehr Titel vom aktuellen Album dabei. „Bloodstained Cross“ zu Beispiel. Der Titel, bei dem die Band recht heftig gegen das Christentum wettert, markiert einen kleinen Höhepunkt im Set der Band. Doch auch andere Stücke werden gefeiert. Der Hit „Dead Eyes See No Future“ kommt sehr gut an und auch „No Gods No Masters“ scheint vielen aus der Seele zu sprechen. Während „Under Black Flags We March“ steht Frontfrau Angela eine riesige Fahne schwenkend auf der Bühne, was ein sehr beeindruckendes Bild abgibt. Bevor Arch Enemy mit „We Will Rise“ und „Nemesis“ zum finalen Zapfenstreich blasen, drehen sie mit „Blood On Your Hands“ noch einmal richtig auf. So kommt es wie es kommen muss: Arch Enemy liefern eine geniale finale Show auf der Hauptbühne des Metalfest Austria und die Fans feiern die Band nicht zu Unrecht noch lange nach.  

Setlist:

  • Khaos Overture Intro
     Yesterday Is Dead And Gone
     Revolution Begins
     Ravenous
     My Apocalypse
     Bloodstained Cross
     Dead Eyes See No Future
     I Am Legend/Out For Blood
     Under Black Flags We March
     No Gods No Masters
     Blood On Your Hands
     We Will Rise
     Nemesis

Zusammenfassend sei zum Metalfest Austria noch folgendes zu sagen: Die Organisation war recht gut. Dem Regen wurde dieses Jahr besser begegnet als im Vorjahr. Die Frage, warum auf den Campingplatz nicht mehr gegen den Schlamm getan wurde, beantwortet sich wahrscheinlich einfach mit der großen Menge an Hackschnitzeln, die nötig gewesen wären, hier flächendeckend etwas zu bewirken. Einige Schlüsselstellen hätten aber vielleicht doch noch versorgt werden können. Ein großes Lob muss man auch der Security aussprechen, die wiedermals im Vergleich zu deutschen Verhältnissen extrem cool war. Ein Kritikpunkt bleibt die Anfahrt: Viele Anreisenden haben für das relativ kleine Festival sehr lange gestanden, bis sie auf dem Campinggelände waren. Vielleicht sollte man sich hier eine alternative Anreiseroute überlegen. Der einzige wirkliche und schwere Aufreger des sonst so coolen und mit einem wunderbaren Charakter behafteten Festivals sind (wie auch letztes Jahr schon) die Getränkepreise. Über den Bierpreis soll hier gar nicht gemeckert werden, aber das Mineralwasser war einfach nur unverschämt teuer und der Preis entbehrte jeglicher Rechtfertigung. Gerade am Sonntag, als dann die Sonne heraus kam und viele wohl auch abends fahren mussten, wurde zwangsweise weniger Bier und mehr Wasser konsumiert. Hier besteht akuter Handlungsbedarf. Es wäre schade, wenn ein sonst so schönes Festival den dauerhaft faden Beigeschmack einer Abzocke erhalten würde.

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