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Metal Over Haßloch V

Kuschelige Atmosphäre und sympathische Bands

Entorx spielten den Anheizer

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Der "Blaubär" in Haßloch gehört inzwischen eigentlich auf jede Liste von Metallocations im Umkreis. Klein aber fein bietet das Jugendzentrum relativ regelmäßig die Möglichkeit, sich zu metallischen und rockigen Klängen die Birne abzuschrauben und das ein oder andere Bierchen zu vertilgen. Jährlich findet hier seit einiger Zeit das von Dagor veranstaltete Metal Over Haßloch-Minifestival statt und dieses Jahr gibt es noch etwas ganz Besonderes zu feiern: Die Gastgeber können auf glatte zehn Jahre Bandgeschichte zurückblicken und präsentieren sich auf einer ihrer letzten Liveshows, bevor es 2012 ins Studio geht. Erst 2013 kann die Band voraussichtlich wieder live bewundert werden, was aber leider an diesem Samstagabend nicht so viele Nasen in den Blaubär treibt wie die letzten Jahre. 

Woran das liegt, kann man sich ausmalen, wenn man einen Blick in den Terminkalender wirft: Unter anderem geben sich nämlich an diesem Abend auch Fall In Grace und die deutsch-amerikanische Combo The Hand Of Glory andernorts die Ehre und zusätzlich laden Silent Ovedrive und The Prophecy²³ zum ersten Horns Up!-Indoorfestival. 

Entorx 

Natürlich wollen Dagor den Abend nicht alleine bestreiten und haben sich regionale Unterstützung von den Heidelbergern God Delusion und den Speyrern Entorx, die direkt den Openerposten übernehmen "dürfen" und sich die Fans mit Freibier gefügig machen wollen, geholt: "Heut gibt's Freibier für alle, die vor der Bühne stehen und dort auch bleiben." Die Palette 5,0er ist natürlich im Handumdrehen leer, aber ganz ehrlich, eigentlich hätte der Vierer diese Bestechungstaktik nicht gebraucht. Zugegeben, im Vorfeld hatte man sich die Songs der Combo auf den gängigen Internetplattformen mal probehalber angehört und sie für eher dröge befunden; live spricht das Material allerdings eine ganz andere Sprache. Die Mischung aus Thrash und Death Metal wird mit progressiven Einflüssen gewürzt, die sich natürlich vor allem in der Gitarrenarbeit von Bogdan und Sänger Ilja niederschlagen. 

Dadurch, dass jeder der drei Bands eine volle Stunde Spielzeit eingeräumt wurde, spart man sich schon mal den Zeitdruck und das hektische Kürzen der Setlist beziehungsweise den Palaver am Ende des Sets, ob man denn noch Zeit für eine Zugabe hätte. Zwar hat die Truppe mit "Theta Waves" dieses Jahr ihr erstes Demo veröffentlicht, dafür benehmen sich die Jungs auf der Bühne aber schon recht professionell, ohne jedoch abgebrüht zu wirken. Im Gegenteil, Sänger Ilja hält immer wieder gut gelaunte Pläuschchen mit dem noch recht spärlichen Publikum und amüsiert sich sichtlich über den Freibierkonsum und die eigene Musik, zum Beispiel bei "Last Thought", das mit einem "gay part with melody" ausgestattet ist, der bei einigen doch gut anzukommen scheint, woraufhin sich der Sänger zu der Aussage "Kindergarten hier oder was?" hinreißen lässt. Dazu muss man sagen, dass sich das Publikum tatsächlich eher störrig zeigt, was die Action betrifft. Das kommt wahrscheinlich daher, weil der Sound der Combo doch recht sperrig für den Otto-Normal-Metaller anmutet, erst beim groovenden "Death Machine" kommt ein bisschen Bewegung in die Sache. 

Letzten Endes können die Vier auf jeden Fall einen sympathischen Auftritt auf der Haben-Seite verbuchen; ein paar Headbanger findet sich im Verlauf der Show vor der Bühne ein und spätestens bei "Soul Disease" von der aktuellen EP kann das Konzert unter Erfolge verbucht werden, nur der Aufruf zum Moshen verhallt bei der Anzahl an Leuten und der noch recht schüchternen Stimmung ungehört. Übrigens gibt es fette Pluspunkte dafür, dass Ilja sich nach dem Konzert unten vorm Eingang postiert und die EP nebst Shirt selbst vertickt. Das nenn ich doch mal Do It Yourself vom Feinsten, zumal eine "Theta Waves"-Ausgabe natürlich im heimischen CD-Regal landet. 

Setlist: 

Black Remembrance
Human Soil
Blood Vengeance
Death Machine
Politics
Last Thought
R.S.
Soul Disease
324
Inaction 

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