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Metal on Moni 2013

Gelungene Premiere mit Livemusik auf 300 Tonnen Stahl

Metalschifffahrt mit Nachwuchs

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„Eine Seefahrt, die ist lustig, eine Seefahrt, die ist….“ heute zumindest für die BürgerInnen in Hamm wohl etwas aussätziges, wird die Santa Monika III doch von weit über 200 schwarzen GesellInnen geentert – allein schon einmal mehr die strunzdoofen Blicke aus den vorbeifahrenden Autos sind es einfach wert, noch ein paar Minuten mehr am Anleger auf die Abfahrt zu warten. Die Zeit wird dann natürlich von der örtlichen Crew auch gleich dafür genutzt, die ersten Dosen und Flaschen ordnungsgemäß dem Müll zuzuführen – die Crew auf dem Schiff wird sich heute noch die Hacken wund laufen, um das metallische Volk mit Getränken zu versorgen.

Jetzt könnte man ja davon ausgehen, dass wenn schon solch „schwarze Horden“ über den Ausflugskreuzer hinwegfallen, alles gleich in Bruch und Dallas aufgeht, doch weit gefehlt, denn wie so häufig kann Orga-Karsten am Ende in einer kaum gehörten Mikroansprache weitergeben: „Nichts kaputt gegangen“. Wieso denn auch, ist das Gros doch einfach nur auf metallische Butterfahrt mit Beimusik eingestellt – ja ja, die Musik steht heute nur marginal wirklich im Mittelpunkt, denn viele vertreiben sich bei schönstem Wetter – erst gegen Ende der Tour kommen einige wenige Regentropfen auf – lieber auf dem Freideck die Zeit. Gerstenkaltschalen im Dutzend, ab und zu auch ein Kaffee, schnell mal die Riesenbockwurst, wahlweise mit Brot oder auch Kartoffelsalat (die Portion hätte durchaus ein wenig größer sein können), dazu Mucke aus der Konserve, die aber nur selten gegen den Gesprächsschallpegel ankommt, Schlachtgesänge von Lüdenscheid-Nord bis „Blau und Weiß“ – kurzweiliger können die knapp sechs Stunden kaum umgehen, zumindest so das Fazit der meisten Mitreisenden.

Und so kommt es auf dem typischen Ausflugsschiff mit maritimen Flair zu eher ungewöhnlichen Eindrücken. Da hängt der Metaller im aufgehängten Kleinstfischernetz, die schmale Deckenhöhe sorgt für gebückte Haltungen und nicht selten muss man an den niedrigen Türschwellen den Kopf noch etwas weiter einziehen, erste erotisierende Stangentänze am Oberdeck von „geht ja gar nicht“ bis semiprofessionell, das Angrölen von UferradfahrerInnen und sonstigen Promenadenmischungen bis hin zum touristischen Winken oder dem aufheizenden Pfeifen, welches ein am Ufer stattfindendes Fotoshooting begleitet, das pure Genießen der kanalisierten Aussicht von Lünen und Werne – zwischendurch lässt dann die Security durchblicken, wie langweilig die Fahrt doch ist, sie hätten schließlich nichts zu tun.

Neben der Musik aus der Konserve – von Pantera bis Birth Control ist alles dabei – müssen auch die beiden Liveauftritte erwähnt werden, sind sie doch der eigentliche Anlass zur heutigen Schifffahrt.

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