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Metal Invasion VII

Grandiose Bands sorgen für ein volles Haus

Master lösen einen großen Begeisterungssturm aus

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Master

Elanvoll wie Jungspunde zelebrieren die drei doch schon etwas älteren Semester von Master ihren Old School Death Metal in die bereits zu Beginn recht üppige Runde.

Von Anfang an herrscht ein mächtig fetter Sound. Sogar der Gitarrist mit Glatze glänzt mit Posen und bangt ebenso intensiv neben dem graubärtigen Master-Mind Paul Speckmann. Dessen Mimik variiert zwischen fies verzerrten Grimassen, sowie oftmals höchst erfreutem Grinsen. Der Fronter zeigt sich an jenem sonnigen Samstagnachmittag sehr gesprächig und beglückt die Anwesenden mit zumeist witzigen Ansagen. Fast nach jedem Song möchte er ein paar Späßchen zum Besten geben.

Der aktuelle Drummer, Zdenek Pradlovsky, knüppelt schwungvoll und locker flockig mit einer ordentlichen Portion Drive durch die heavy Botanik. Master-Chöre erheben sich kontinuierlich mit emporgereckten Armen aus der dicht besiedelten Zuschauer-Schar. Wie eine mächtige, alles überwältigende Dampfwalze rollt das Kommando über die durchwegs begeisterte Meute hinweg.

Herr Speckmann gibt zwischenzeitlich auch mal ein kleines feines Bass-Solo zum Besten. Der Saitensound kommt äußerst fett und dunkel verzerrt daher. Seine Stimme dagegen klingt rauh und räudig und flutet ausdrucksvoll im Anbetungs-Modus aus den Boxen.

Zu jeder Zeit zackig fliegen die Sticks des Bolzen-Mannes über das Drumkit. Beim Gitarristen Alex flattern die imaginären Haare wie wild und er strapaziert dabei gut und gerne seine augenscheinlich hochgradig vorhandene Nacken-Muskulatur.

Falls sich der ausdrucksvolle Fronter mal nicht durch voluminöses Kreischen verausgabt, zeigt sich dessen zottelige graue Mähne im Dauereinsatz. Immer wieder freudige Rufe ertönen aus dem Mob und man sichtet durchwegs begeisterte Gesichtsausdrücke. Die Bass-Drum ist stark nach vorne gemischt und untergräbt wie ein Bombenhagel das Panzerkommando, um damit unter anderem eine explosive Granaten-Stimmung zu verursachen. Der Meister am Schlagwerk knüppelt wie ein wildes Tier und mimt sporadisch dazu passend eine Raubtier-artige Fratze. Die Begeisterung der Jünger an vorderster Front kennt keine Grenzen. „Master“ donnert es immer wieder hochmotiviert in geballten Chören zu Krachern wie beispielsweise „Shoot To Kill“, „Slaves To Society“ oder „Pay To Die“.

Mystisch raunendes Ambiente entfachen die unheimlich erklingenden Bass-Töne, aber nur so lange bis das Raubtier am Schlagzeug wieder mal schonungslos auf dessen arme Felle eindrischt. Bisweilen scheint es, als wolle er mit aufgerissenem Maul das komplette Drum-Set samt Haut und Haar verschlingen. Mit Boxershorts und Turnschuhen bekleidet liefert Zdenek Pradlovsky eine jedenfalls rundum sportliche Leistung ab. Im Verlauf des Gigs gesellen sich immer mehr Interessierte hinzu, so dass die Halle zum Ende hin gut gefüllt ist und man sicher knapp eintausend Hörwillige zählen kann.

Kaum zu glauben, dass sich die bereits zu Anfang schon recht stattlichen Begeisterungs-Stürme noch als steigerungsfähig entpuppen würden, während zum Abschluss noch ein Klassiker von Black Sabbath „Children Of The Grave“ aus dem Grabe entspringt. Lautstarke Zugabe-Rufe können nun leider nicht mehr erhört werden, da nach der jedenfalls recht kurzweiligen Spielzeit Negura Bunget bereits in den Startlöchern stehen.

Setlist:

  • Master
  • Shoot To Kill
  • Slaves To Society
  • Judgement Of Will
  • Submerged In Sin
  • Smile As You’re Told
  • Unknown Soldier
  • Funeral Bitch
  • The Parable
  • Re-Entry And Destrucion (Death Strike Cover)
  • Pay To Die
  • Children Of The Grave (Black Sabbath Cover)
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