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Metal Invasion VI

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Paradise Lost kommen nur langsam auf Touren

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Paradise Lost

Auch die folgende Band wird sehnsüchtig erwartet. Das Publikum hat sich etwas verändert, aber trotzdem steht die Meute in der Halle dicht gedrängt. Etwas mehr Fans gehobeneren Alters haben die ersten Reihen gefüllt und die ganz jungen versammeln sich (zumindest zu Beginn) etwas weiter hinten in der Halle.

Paradise Lost stehen als nächste Band auf der Running Order. Die Engländer, die für viele die Mitbegründer des Gothic Metal sind, haben sich in den letzten Jahren in Deutschland relativ rar gemacht und werden nun umso interessierter erwartet. Eine neue Platte gibt es von den Insulanern inzwischen auch und natürlich wird sich das eine oder andere Lied davon auf die Setlist geschlichen haben.

Was zuerst nur reine Vermutung ist, das wird bereits beim zweiten Stück bestätigt. Die erste Nummer stammt noch vom 1993 erschienenen Longplayer „Icon“, doch dann folgt sofort „Honesty In Death“ vom aktuellen Album.

Zu Beginn ist die Stimmung noch sehr gut, doch ganz langsam flaut sie vor allem weiter hinten in der Halle etwas ab. Das mag zum einen daran liegen, dass viele Besucher die dargebotenen Lieder einfach nicht kennen. Zum anderen verpasst es Nick Holmes etwas, den Kontakt zum Publikum aufrecht zu erhalten.

Die Menge in der Halle wird nicht kleiner, aber immer mehr Besucher holen sich ein Bier und schauen sich den Auftritt mit gelassenem Interesse an.

Ein großes Highlight ist der Titel „One Second“, mit dem die Engländer tatsächlich noch einmal die ganze Halle motivieren können.

Ähnlich ruhig wie vor der Bühne geht es auch auf dieser zu. Recht statisch haben sich die Musiker auf der Stage installiert und bewegen sich nur sehr wenig. Das erzeugt natürlich auch eine Rückkopplung auf das Publikum.

Trotzdem wäre es übertrieben, gleich von einem schlechteren Auftritt zu sprechen. Die Musik ist nun einfach mal nicht so geeignet um Moshpits und der gleichen zu zelebrieren.

Dennoch gehen die Einschätzungen der Zuhörer sehr weit auseinander. Von „saugeil“ bis „ziemlich fad“ kann man alles hören, wenn man sich mit den Zuschauern unterhält.

Eine Kritik teilen aber fast alle Zuhörer. Entweder Nick hört sich auf der Bühne nicht, oder er kann einfach nicht (mehr) singen. Über weite Strecken der Texte liegt der Fronter so weit daneben, dass man wirklich beide Ohren zudrücken muss, um die Singerei nicht als verletzend zu empfinden.

Mit dem Kracher „Say Just Words“ machen die Briten aber wieder einiges gut. Das Lied kennen praktisch alle anwesenden und dementsprechend lautstark wird die Nummer auch mitgesungen. So kann immerhin noch ein Großteil der Besucher zufriedengestellt werden.

Setlist:

  • 1. Widow
  • 2. Honesty In Death
  • 3. Erased
  • 4. Soul Courageous
  • 5, In This We Dwell
  • 6. Praise Lamented Shade
  • 7. Pity The Sadness
  • 8. One Second
  • 9. Tragic Idol
  • 10. The Enemy
  • 11. Enchantment
  • 12. Fear Of Impending Hell
  • 13. Faith Devides Us
  • 14. Say Just Words
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