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Metal Invasion VI

In Straubing wird wieder friedlich und fröhlich gefeiert

Hypocrisy begeistern immer noch im Handumdrehen

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Hypocrisy

Auch die letzte Band des Festivals kommt aus dem hohen Norden. Hypocrisy sind seit vielen Jahren ganz oben an der Spitze der internationalen Death-Metal-Szene mit dabei. Auch wenn der kommerzielle Zenith der Combo in den Neunzigern zu suchen ist, so zieht die Band um den Mastermind und Soundtüftler Peter Tägtgren auch heute noch jede Menge Fans, was die gefüllte Halle eindrucksvoll beweist.

Den Einstieg machen Hypocrisy unter anhaltendem Jubel mit dem 14 Jahre alten „Fractured Millennium“. Der Klassiker schafft es ohne Probleme, das Stimmungsbarometer auf Vollausschlag schnellen zu lassen.

Die Schweden haben eine richtige Best-Of-Setlist zusammengestellt, die den Fans das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen dürfte. Routiniert-reserviert spielt das Trio die Songs aus vielen Epochen der Band. Die Zuhörer sind nicht sonderlich unglücklich darüber, dass Peter Tägtgren und die Band sich hauptsächlich um das Musizieren kümmern und das Reden weit in den Hintergrund gerät.

Auffällig ist auch, dass es seit Soulfly lauter in der Halle ist. Die PA wurde noch einmal merklich nachgeregelt und die schweren Riffs der Death-Metaller dröhnen nun mit wuchtiger Energie in Richtung Zuhörer. Die Lautstärkeanhebung wäre nicht nötig gewesen, denn der Sound war schon bisher immer gut und laut genug. Es stört sich aber niemand an der Veränderung und die Party geht unvermindert weiter. Große Highlights des Konzertes sind die Songs „Adjusting The Sun“, „Penetralia“ und „Weed Out The Week“.

Toppen können Hypocrisy ihre eigene Feier aber doch noch einmal. Mit den letzten drei Songs, die sich aus „Eraser“, „The Final Chapter“ und dem Oberkracher „Roswell 47“ zusammensetzen, reißen die Schweden die Halle in Straubing in Stücke. Hypocrisy destroys Straubing, sozusagen. Eine brachiale Vorstellung der ungebrochenen Kraft von Hypocrisy begeistert die allermeisten Zuschauer vollends. Viele im Publikumsbereich brauchen nun nach dem Konzert erst noch ein Bier, um wieder runterzukommen.

Damit ist der offizielle Teil der sechsten Metal-Invasion-Geschichte.

Setlist:

  • 1. Fractured Millennium
  • 2. Fire In The Sky
  • 3. Valley Of The Damned
  • 4. Warpath
  • 5. Adjusting The Sun
  • 6. Pleasure Of Molestation
  • 7. Obsculum Obscenum
  • 8. Penetralia
  • 9. Weed Out The Week
  • 10. Killing Art
  • 11. Eraser
  • 12. The Final Chapter
  • 13. Roswell 47

Die Metal Invasion im Jahr 2012 geht als hervorragende Veranstaltung mit einem schier unglaublichen Billing und einer praktisch fast reibungslosen Durchführung in die Geschichtsbücher ein. Die veränderten Konzepte bezüglich der Schankmöglichkeiten, der Verpflegung mit Essen und auch des Außenbereichs fanden großen Anklang. Das neue Sicherheitskonzept, welches mit deutlich weniger Sicherheitskräften als noch im Vorjahr auskam, ging ebenfalls auf.

Sämtliches Personal war durchweg freundlich und zuvorkommend und Polizeieinsätze sind der Redaktion auch keine bekannt. Zusammenfassend kann man die Metal Invasion VI als logische und verbesserte Fortführung der fünften Ausgabe bezeichnen. Die allermeisten Missstände vom Vorjahr wurden beseitigt und das komplette Festival wurde fanfreundlicher gestaltet. Als einziges Manko bleibt die Situation mit den Toiletten. Für die große Menge an Besuchern sind in der Halle einfach zu wenige installiert. Vielleicht könnte man da im Außenbereich abhelfen.  

Während in der Halle viele Fans das Festival noch ausklingen lassen, werkeln im Hintergrund schon wieder viele Helfer um die Halle wieder zu reinigen und alle Bauten zu entfernen. Ohne diese Rotte an schon etwas spinnerten Freaks wäre eine Veranstaltung wie die eben zu Ende gegangene unmöglich durchführbar. An dieser Stelle sei all diesen Jungs und Mädels Dank ausgesprochen.

Auch die Redaktion von The-Pit.de möchte sich bei allen Fans bedanken, die die von uns durchgeführten Autogrammstunden so erfolgreich gemacht haben und auch bei der vorzeitig abgebrochenen Signing Session von Soulfly Ruhe behalten haben. Bis zum nächsten Jahr, wenn es im Oktober heißt: Doors Open für die Metal Invasion VII.

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