Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Metal Invasion VI

In Straubing wird wieder friedlich und fröhlich gefeiert

Soulfly

Der Co-Headliner des Festivalsamstags und damit die vorletzte Band steht an. Die Brasilianer Soulfly konnten für diesen Slot verpflichtet werden und schon das Gedränge bei der Autogrammstunde der Gruppe ließ vermuten, wie viele Fans wegen der Band vor Ort sind. Vor der Bühne sieht es kurz vor dem Konzert dann wie vorgeahnt eng aus. Dicht gedrängt stehen die Besucher, um möglichst nahe an der Bühne zu sein, wenn die Kultfigur Max Cavalera mit seiner Band die Halle erbeben lässt.

Es kommt, wie es kommen muss. Kaum betreten die Musiker die Bühne, geht schon der Punk in der Menge ab. Mit einem martialisch mit (Kunststoff-)Ketten verziertem Mikroständer steht Max Cavalera leider sehr fixiert und angekettet wirkend auf der Bühne. Nachdem die ersten beiden Soulfly-Nummern verstrichen sind, kommt auch schon das erste Stück aus Max’ Vergangenheit auf den Plan. „Refuse/Resist“ stammt noch aus den ganz großen Tagen von Sepultura und dementsprechend heftig geht es bei der Nummer zur Sache.

Nachdem die Stimmung nun so angeheizt ist, wird mit Soulfly-Stücken weitergeprügelt. „Frontlines“ ist die nächste musikalische Kriegserklärung und es ergibt sich ein soundtechnisches Debakel. Die Bassdrum scheint getriggert zu sein, zumindest klickt sie so stark, dass diese Vermutung sehr nahe liegt. Das ist eigentlich sehr schade, denn praktisch alle anderen Bands kamen bisher ohne Trigger aus.

Davon unabhängig reißen Soulfly mächtig einen auf. Gnade kann man hier keine erwarten und auch wenn Fronter Max kaum mehr mit dem Mann zu vergleichen ist, der einmal die komplette Metalwelt auf den Kopf gestellt hat, so lässt seine Stimme immer noch keine Zweifel zu. Das gilt im Übrigen auch für den Rest der Band. Im Vergleich zum Fronter turnen die restlichen Bandmitglieder geradezu über die Bühne und sorgen damit für erhebliche Resonanz aus dem Zuschauerraum.

Für all die Fans, die vor allem den Fronter und Ikone Max Cavalera zuvor nicht live gesehen haben, ist dieser Auftritt bestimmt etwas ganz Besonderes. Alle, die früher schon die Chance hatten, die müssen sich den Gig wohl etwas schön saufen. Da helfen auch die alten Sepultura-Nummern nicht bei jedem. Lieder aus der Vergangenheit gibt es aber eh nur wenige. Die Band konzentriert sich auf aktuelle und Stücke aus der näheren Vergangenheit. Nach gut einer Stunde und einem nicht ganz authentischen „Roots“ beenden Soulfly ihren Auftritt mit „Eye For An Eye“ und hinterlassen viele verschwitzte und gleichzeitig zufriedene Fans. Es gibt aber auch Stimmen, die mit dem Auftritt weniger zufrieden sind.

Setlist:

  • 1. World Scum
  • 2. B.F.W.H.
  • 3. Refuse / Resist
  • 4. Execution Style
  • 5. Frontlines
  • 6. Prophecy
  • 7. Primitive
  • 8. Defeat You
  • 9. Intervention
  • 10. Plata O Plomo
  • 11. Revengence
  • 12. Roots
  • 13. Jumpdafuckup
  • 14. Eye For An Eye
Seite
comments powered by Disqus