Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Metal Invasion VI

In Straubing wird wieder friedlich und fröhlich gefeiert

Nach Kataklysm ist nichts mehr zu retten in Straubing

Zum Thema

Kataklysm

Nun wird es Zeit für das Grande Finale des ersten Festivaltages. Die Kanadier Kataklysm wurden extra für das Metal Invasion VI Festival nach Deutschland eingeflogen. Die Band hat in 44 Stunden drei Auftritte, wovon der in Straubing der erste ist. Danach wird sich die Combo erst einmal eine ganze Zeit lang von den Bühnen der Erde verabschieden.

Natürlich ist die Halle proppenvoll. Bis zu den Merchandiseständen stehen bereits vor Konzertbeginn die Fans um die Show der Kanadier nicht zu verpassen.

Als die Show dann startet wirkt dies wie ein Schlag ins Gesicht. Kataklysm starten im fünften Gang und werden auch die nächsten neunzig Minuten nicht zurückschalten. Wie aus einer Waffe wird ein Song nach dem anderen dem Publikum entgegengefeuert.

Die Musiker wirken recht gut ausgeruht und die Bühnenpräsenz unglaublich dicht. Ohne großes Gepose schaffen es Kataklysm mit Leichtigkeit die Zuschauer auf Trab zu halten.

„Are you with us?“ - Diese eine Frage reicht um den Pulk vor der Bühne in eine infernalische lebende Knochenmühle zu verwandeln. Wann immer Maurizio diese Frage stellt schnellen hunderte Arme in die Höhe und eine Art kombinierter Circle-Mosh-Pit entsteht. Dabei kann man nur sehr schwer erkennen ob sich die Menschen von selbst bewegen oder ob sie eine Art Gruppendynamik durch die Halle schiebt. Lange Zeit für eine Analyse bleibt nicht. Ab „Push The Venom“ beruhigt sich eh nichts mehr.  

Kurz nimmt sich Maurizio und der Rest der Truppe Zeit um sich über den Zustand der Zuschauer zu informieren. Auf deutsch fragt er die Fans ob alles gut sei. Der Schrei, der als Antwort kommt, soll wohl ein deutliches „Ja!“ signalisieren.

Ab nun donnern sich Kataklysm mit schier unglaublicher Energie durch ein Set, das seinesgleichen sucht. „Iron Will“, Taking The World By Storm“, „As I Slither“, es bleibt kein Wunsch offen. Einzig und alleine der Security Stress Test bleibt aus. Vielleicht gab es dann doch irgendwann ernsthaft Verletzte.

Das ist im Moment alles egal. Wie in einem Schmelztiegel backt die Menge in der Straubinger Halle zusammen. Fast nicht mehr als Individuen wahrnehmbar bangen sich die Zuschauer die Seele aus dem Leib während unaufhörlich die Blastbeats durch die Meute hindurchfegen. Von außen betrachtet bietet sich ein beeindruckendes Schauspiel.

Doch jeder Konzertabend hat einmal ein Ende und so verlassen auch Kataklysm die Halle schnurstracks Richtung Flughafen um ihren Anschlussflug zu erwischen. Zurück in der Halle bleiben erheblich mitgenommene Fans, die vielfach nach einem Bier lechzen, welches sie sich wahrlich verdient haben.   

Setlist:

  • 1. Where The Enemy Sleeps...
  • 2. Push The Venom
  • 3. The Night They Returned
  • 4. The Resurrected
  • 5. Iron Will
  • 6. Taking The World By Storm
  • 7. As I Slither
  • 8. At The Edge Of The World
  • 9. Like Angels Weeping
  • 10. The Road To Devastation
  • 11. Crippled And Broken
  • 12. Face The Face Of War
  • 13. Manipulator Of Souls

Während in der Halle noch gefeiert wird, ist schon wieder ein Trupp an Helfern unterwegs, um die ersten Vorbereitungen für den Samstag zu treffen. Becher müssen gespült, Essen vorbereitet und die Halle muss einer Reinigung unterzogen werden. Das sind nur ein paar Beispiele.

Einige Festivalbesucher verkriechen sich nach dem anstrengenden Abend in ihre Betten, Autos, Zelte und andere machen noch die Stadt unsicher. Wie auch immer. Der Festivalfreitag kann als durchweg gelungen verbucht werden.

Seite
comments powered by Disqus