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Metal Invasion V

Das kleine Jubiläum wird zur großen Sause

Die Reiter überzeugten mit grandioser neuer Bühnenshow und viel apokalyptischer Stimmung

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Die Apokalyptischen Reiter

Zu Beginn des Jahres haben die Reiter ihr neues Album „Moral & Wahnsinn“ auf den Markt gebracht. Mit der Scheibe im Gepäck sind sie mit Turisas auf Tour gegangen und haben ihre Fans verzaubert. Schon damals war klar, dass die neue Bühnenshow etwas besonderes ist.

Als die Band nach dem Intro die Bühne betritt, ist die Halle gut gefüllt. Das Konzert wird mit dem gleichen Song eröffnet, mit dem auch die aktuelle Scheibe beginnt. Der Mid-Tempo Song „Die Boten“ sorgt für Begeisterung und animiert die Zuhörer durch die Bank zum Mitklatschen. Das ändert sich auch nicht, als sich das Lied ändert. „Gib dich hin“ ist allerdings im Vergleich zum Vorgänger keineswegs im mittleren Temposegment angesiedelt, sondern rumpelt richtig los. Die Fans in Straubing freut es, schließlich soll ja beim Konzert was los sein. Bis jetzt wurde auf der Bühne außer den Lyrics noch kein Wort verloren. Das ändert sich jetzt. Mit den Worten „Willkommen, wir sind Die Apokalyptischen Reiter“ stellt Frontmann Fuchs die Gruppe vor und kündigt den folgenden Song „Es wird schlimmer“ an. Beeindruckend ist hier, wie laut die Zuhörer die Textzeile „Dann wetzen wir die Messer“ mitbrüllen. Für Szenefremde muss das klingen wie der Beginn einer Revolution. Es ist nicht nötig zu erwähnen, dass das Publikum zu einer Einheit verschmolzen ist und alle der Band aus der Hand fressen wie zahme Kätzchen.

Ganz und gar nicht zahm geht es inzwischen direkt vor der Bühne zu: Aus einem anfänglichen Moshpit entwickelt sich immer wieder ein wilder Circlepit, der aber nie außer Kontrolle gerät. Die Ordner im Bühnengraben erhalten langsam auch immer mehr Besuch von Crowdsurfern, die aber, bedingt durch den Circlepit, nicht immer da ankommen, wo sie eigentlich hinmöchten, sondern schon eher recht unsanft von der Schwerkraft auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt werden. Und der besteht im vorliegenden Fall aus Beton.

Währenddessen geht es auf der Bühne tatsächlich um eine Revolution. So heißt nämlich das nun gespielte Stück vom Album „Riders On The Storm“. Das reißerische Lied wird gefolgt von „Friede sei mit Dir“ und dem Aufruf „Hört auf“. Danach wird ein wahres Kleinod aus vergangenen Tagen ausgegraben. „Unter der Asche" wird zwar gar nicht so selten gespielt, doch ist es immer wieder schön, auch ältere Lieder zu hören. Schon direkt im Anschluss wird es (wieder) sozial- und  gesellschaftskritisch. Der Titelsong des aktuellen Rundlings, „Moral und Wahnsinn“ wird performt. Wie auch auf der Tour schon betritt der Frontmann die Bühne im Priestergewand und die Gitarristen stehen im ABC-Schutzanzug vor ihren Fans. Der beängstigenden und gleichzeitig beeindruckenden Wirkung dieses Auftritts kann sich kaum einer erwehren. Im Nachhinein wird vielerorts die Sprache von „Gänsehaut pur“ sein.

Die apokalyptische Stimmung, die nun vorherrscht, wird verstärkt als die Band nun den ruhigen, sehnsüchtigen Titel „Wir reiten“ anstimmt. Die Begeisterung der Fans ist nun fast nicht mehr zu beschreiben. Die Apokalyptischen Reiter, die heute nicht viel reden, sondern lieber Musik machen, hängen mit „Nach der Ebbe“ noch einen nachdenklichen, ruhigen, aber kraftvollen Song an, der auch zu überzeugen weiß. Vor allem das Gitarrensolo erntet viel Begeisterung. Das Konzert neigt sich langsam seinem Höhepunkt zu und die Reiter geben mit „Der Weg“ wieder mehr Gas. Das epische Stück bringt das Volk wieder auf Trab. Auf die folgende Frage, ob die Zuhörer noch können, erntet der Frontsänger nur ein abfälliges „ja“. Auf die nachgelegte Anfrage, ob die Zuhörer denn auch noch was hören wollen, kommt dann ein begeistertes „JA!“

Nun sind Die Apokalyptischen Reiter wieder im heftigen Bereich ihrer Musik angekommen. Der Song „Der Adler“ begeistert auf ganzer Breite. Ein besonderes, wenn auch gar nicht aktuelles Stück kommt nun auf den Plan. „We Will Never Die“ ist seit Jahren eine der Bandhymnen, und auch in Straubing wird der Titel in der Mitte unterbrochen um die Fans den Refrain singen zu lassen. Diese freuen sich über diese Gelegenheit und nehmen sie auch lautstark wahr, was den Musikern sichtlich Spaß macht. In der Klassikerriege angekommen, wird diese auch nicht mehr verlassen. „Der kleine Wicht“ wird zelebriert und auch wenn der Text darauf hinweist, dass man doch nicht durchdrehen sollte, so drehen die Fans aber trotzdem durch. Vor der Bühne fliegen ganz schön die Fetzen.

Den Abschluss des Konzerts bildet das Stück „Reitermania“, das mit seinem treibenden Beat die Meute noch einmal gewaltig zum Mithüpfen animiert. Doch, da alles ein Ende hat, geht auch dieser Auftritt der Reiter zu Ende. Eines ist gewiss: So etwas hat Straubing noch nie erlebt.  

Setlist:

  • 1. Die Boten
  • 2. Gib dich hin
  • 3. Es wird schlimmer
  • 4. Revolution
  • 5. Friede sei mit dir
  • 6. Hört auf
  • 7. Unter der Asche
  • 8. Moral und Wahnsinn
  • 9. Wir reiten
  • 10. Nach der Ebbe
  • 11. Der Weg
  • 12. Der Adler
  • 13. We Will Never Die
  • 14. Der kleine Wicht
  • 15. Reitermania
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