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Metal Invasion V

Das kleine Jubiläum wird zur großen Sause

Alte Bekannte: Sodom

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Sodom

Die Ruhrpottthrasher von Sodom sind praktisch alte Hasen auf dem Metal Invasion Festival. Nachdem sie letztes Jahr die X-Point Halle in Passau regelrecht zerlegt haben und die Techniker der Band auch nachts noch für jede Menge Furore im Hotel gesorgt haben, sind die Urgesteine des deutschen Thrash Metals wieder nach Bayern gekommen, um abermals mächtig Gas zu geben.

Es hat sich bei Sodom ein bisschen was verändert seit dem Auftritt vor einem Jahr. Um es genau zu nehmen haben sich 33% verändert. 33% der Band nämlich. Die Gruppe hat einen neuen Schlagzeuger. Bobby verließ nach langer Zeit bei den Gelsenkirchenern die Band und wurde durch Markus Freiwald ersetzt. Spielerisch ändert sich dadurch eigentlich gar nichts. Die drei Musiker haben sich bereits sehr gut aufeinander eingespielt und einige werden den Wechsel an der Schießbude wohl kaum bemerken.

Die Stimmung kocht bereits vor Beginn des Auftritts. In den vorderen Reihen sind laute Sodom-Rufe zu hören und als das Intro beginnt, können sich viele kaum mehr halten. Man merkt also, dass die Band immer noch nichts von ihrer Magie verloren hat. Mit den ersten drei Songs räumt die Gruppe dann auch gleich auf: „In War And Pieces“, „Sodomy And Lust“ und „M-16“ sorgen für jede Menge Kopfschütteln.

Inzwischen kommen laute Sodom-Rufe aus dem Publikum und als die Band dann auch noch „Outbreak Of Evil“ ankündigt, da ist es um die meisten Zuhörer geschehen. Gitarrero Bernemann und Frontröhre Tom zeigen sich sehr fidel, beide bewegen sich ständig und suchen auch immer wieder den Kontakt zu den Fans. Im heutigen Set haben Sodom viele Klassiker mit einigen nicht so oft gespielten Stücken gepaart. Das ist eine sehr coole Entscheidung, denn so bekommen auch die Zuhörer etwas Neues geboten, die die Band schon öfter gesehen haben. Natürlich sind aber auch alle wichtigen Songs mit an Bord. Egal ob „Ausgebombt“, „Der Wachturm“ oder „Bombenhagel“, die Fans bekommen das volle Brett und bedanken sich mit ausgedehntem Crowdsurfen.

Interessant sind aber vor allem die nicht so oft gespielten Titel. „Proselytism Real“ oder auch „Eat Me!“ - beides sind keine Best-Of Songs. Das macht die Stücke sympathisch. Zum Ende des Sets hin kommen dann aber doch noch die Klassiker des Trios an die Reihe, und zwar nicht gerade wenige. Nach „Agent Orange“ brüllt Tomm Angelripper „Sodomized!“ ins Mikro und der Circlepit vor der Bühne nimmt schlagartig wieder Fahrt auf. Zwei deutschsprachige Titel haben sich auch noch in das Set geschlichen: „Ausgebombt“ und „Der Wachturm“ werden nicht nur gefeiert, sondern auch lautstark mitgesungen.

Das "Grande Finale" wird mit den Liedern „Remember The Fallen“ und dem brachialen „Bombenhagel“ begangen. Tausende Pommesgabeln recken sich gen Hallendecke, als sich Sodom von ihren Fans verabschieden. Die Gelsenkirchener haben zum zweiten Mal in Folge einen berauschenden Gig auf dem Metal Invasion Festival abgeliefert, wofür sie sich verdienterweise kurz feiern lassen, bevor sie die Bühne verlassen. 

Setlist:

  • 1. In War And Pieces
  • 2. Sodomy And Lust
  • 3. M-16
  • 4. Outbreak Of Evil
  • 5. The Saw Is The Law
  • 6. Proselytism Real
  • 7. Feigned Death Throes
  • 8. The Art Of Killing Poetry
  • 9. I Am The War
  • 10. City Of God
  • 11. The Vice Of Killing
  • 12. Blasphemer
  • 13. Eat Me!
  • 14. Agent Orange
  • 15. Sodomized
  • 16. Ausgebombt
  • 17. Der Wachtturm
  • 18. Remember The Fallen
  • 19. Bombenhagel
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