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Metal Invasion V

Das kleine Jubiläum wird zur großen Sause

Der Überhammer und gleichzeitig das würdige Finale: Bolt Thrower

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Bolt Thrower

Mit dem nächsten Act wurde sich ein echtes Urgestein der Death-Metal-Szene nach Niederbayern geholt, die britischen Bolt Thrower. Zuletzt beim Summer Breeze zugegen machen sie sich nun daran, die Messehalle Straubing auseinander zunehmen, zudem feiert die Truppe dieses Jahr ihr 25-jähriges Jubiläum. Über die Jahre hat die Band ihren ganz eigenen markanten Stil geprägt, der sich durch brutale und schleppende Riffs, versetzt mit einem episch- bis heroischen Klang auszeichnet, dazu die kriegs-thematischen Texte. Diese Schiene fährt die Band schon eine ganze Weile und an dem Rezept hat sich prinzipiell auch nie etwas geändert, doch wie heißt es so schön: "Never change a running system." Bolt Thrower hat keine technischen Gitarren-Spielereien oder 230 Beats in der Minute, Bolt Thrower hat einfach nur Eier. Und die sind aus Stahl. Genauso zeichnet sich auch ihre Live-Performance aus. Wenn die Erinnerung nicht trübt, hat sich bis zum Ende der Show abgesehen vom Sänger keines der Bandmitglieder auch nur einen Meter bewegt, und doch ist die Atmosphäre in der Halle kaum in Worte zufassen.

Schon zu Beginn der vorangegangenen Band Soilwork stehen eine ganze Menge Bolt Thrower-Fans in den ersten Reihen, die sich das Spektakel nur mühselig anschauen können und bloß abwarten, bis endlich ihre Helden die Bühne betreten. Auch viele Neulinge können es kaum erwarten, sich von Großbritanniens schwerster Artillerie live zu überzeugen, bekommt man sie doch so selten sonst live zu Gesicht. Das Ganze beginnt traditionell mit dem hymnischen Intro aus dem Film "Where Eagles Dare" und dem darauffolgenden "The IVth Crusade". Passend wird das Publikum mit einer netten Feuershow begrüßt in Form hoher Flammen, die aus Fässern vor der Bühne schießen, als die Band die Bühne erobert und kurzerhand in ein Schlachtfeld verwandelt.

Die Bässe sind tief, die Growls enorm und die Soli klingen beinahe wie auf der Studioaufnahme. Nach dem man eine gefühlte Stunde dem Soilwork Sänger beim Auf-die-Bühne-spucken zuschauen und von dutzenden Crowsurfern erdrückt werden musste, kommen einem die harten Klänge wie eine Erlösung vor. Die Band hat legt eine fantastische Bühnenpräsenz an den Tag und kreieren ihre ganz eigene epische Atmosphäre, ganz zur Begeisterung der Fans. Die gesamte erste Reihe ist am Headbangen und vereinzelt wird auch mitgesungen. Wo bei anderen Bands die Stimmung im Publikum geteilt war, da manche nur auf die nächste gewartet haben, ist hier die ganze Menge in Ekstase und feiert die Death-Metal-Giganten auf der Bühne. Sänger Karl Willetts ist sichtlich begeistert über die euphorische Begrüßung und scheint die Darbietung zu genießen. So lässt er es sich nicht nehmen, wenig später kurzerhand von der Bühne zu steigen und die Fans in der ersten Reihe zu begnügen, die ihr Glück kaum fassen können. Selbst nach all der Zeit ist die Band stärker denn je und liefert eine gnadenlose und makellose Show ab. "25 years ... still going strong, still loyal", wie Willetts so schön sagt.

Die Setlist bestand nur aus absoluten Krachern der Bandgeschichte und wird zuletzt komplettiert mit einer lautstark verlangten Zugabe bestehend aus "At First Light" und "When Cannons Fade". Als bei letzterem dann die Gitarren klingen aus und der Bombenalarm als Outro ertönt, sind selbst die Neulinge überzeugt, dass die alteingesessenen Giganten nach 25 Jahren immer noch kräftig auf den Putz hauen können. Bolt Thrower hat mit einer überaus epischen Stimmung die bayrische Halle auseinandergenommen und die Besucher bekamen so einen absolut grandiosen Abschluss der fünften Ausgabe des Metal Invasion dargeboten.

Setlist:

  • 1. The IVth Crusade
  • 2. The Killchain
    3. Powder Burns
    4. When Glory Beckons
    5. Mercenary
    6. Rebirth of Humanity ?
    7. Where Next To Conquer
    8. World Eater
    9. Cenotaph
    10. Anti-Tank
    11. War
    12. Remembrance
    13. Salvo
    14. No Guts, No Glory
    15. ...For Victory
    16. At First Light
    17. When Cannons Fade
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