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Metal Invasion V

Das kleine Jubiläum wird zur großen Sause

Gama Bomb lieferten feinen Thrash Metal

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Gama Bomb

Direkt nach den folkigen Tönen Svartsots geht es über in härtere Gefilde mit Gama Bomb, die sich mittlerweile einen recht guten Ruf in der Thrash-Metal-Szene erspielt haben. Die fünf Iren bereichern die Metal-Welt seit 2002 mit schnellen, Crossover angehauchten Thrash Metal und haben uns zuletzt mit ihrer Platte "Tales From The Grave In Space" inklusive der EP "Half Cut" beglückt. Besonderes Merkmal der Band ist die rasante Geschwindigkeit, die fast durchgängig in ihren Songs gegenwärtig ist und die Falsetto-Screams von Sänger Philly Byrne. Abgesehen davon ist die Band genauso für ihre nicht ganz ernst zu nehmende Seite bekannt: Es wird über Zombies, Roboter, Aliens, Ninjas, Mumien und dergleichen gesungen und auch live albern sie gerne ein wenig rum.

Die Band betritt um 17:00 Uhr die Manege und macht den Anwesenden mit "Zombie Blood Nightmare" und dem folgenden "Slam Anthem" direkt mal Feuer unterm Hintern. Kenner der Band sollten ein neues Gesicht in der Truppe bemerkt haben. Der neue Mann an der Axt ist eingesprungen für Lead-Gitarrist Domo Dixon, der aufgrund einer Handverletzung leider eine ganze Zeit flachfällt und daher für die Tour ersetzt werden musste. Der neue Kandidat bringt sich wunderbar in die Band ein und spielt die Tracks so locker und authentisch von der Hand, dass der Auswechsel kaum auffällt.

Die Herrschaften lassen sich auch hier keinen Spaß nehmen: Die beinahe ekstatischen Gesten und Mimiken Byrnes, das Unterdiearmegreifen und Herumschleifen des neuen Lead-Gitarristen und ein Minisolo zwischen den Songs, bei dem jener Gitarrist mal eben Byrnes Familienplanung mit seiner Klampfe malträtiert, zeigen, dass die Band eine Menge Spaß auf der Bühne hat.

Trotz aller Faxen der beiden werden die Songs aber sauber eingeprügelt. Die Band spielt herrlich schnell und die Soli klingen wie auf dem Album. Tracks wie "Three Witches" oder "New Eliminators Of Atlantis B.C." sorgen dann schon für verblüfftes Kopfschütteln des ein oder anderen Zuschauers. Einziges Manko ist die Stimme Philly Byrne's. Und das macht wirklich einen großen Teil der Show aus. Während er im Studio wütend rumschreit und einen Falsetto-Scream nach dem anderen bringt, hört es sich live an, als würde er die Wörte bloß belanglos aussprechen, völlig ohne aggressiven Unterton und Druck dahinter, und die für den Sänger so markanten Falsettos bleiben leider aus.

Leider klingt auch wie bei den vorherigen Bands der Sound nicht opimal. Es wirkt ein wenig zu basslastig und die Gitarren sind bei den lauten Drums nicht ganz deutlich rauszuhören. Alles in allem ist das natürlich kein Totalausfall und in Anbetracht der Band, die da auf der Bühne steht, werden diese Mängel ganz schnell vergessen und weitergethrasht. Gama Bomb schafft es zudem erstmals ein wenig Bewegung in die bayrischen vier Wände zu bringen. Das Publikum ist zwar nicht größer als vorher, aber dafür die Stimmung. Bei "Hammer Slammer" entfacht sich ein kleiner Moshpit, der in einer halbwegs anständigen Wall Of Death bei "Mussolini Mosh" gipfelt, als Byrne "I want you to split in half" fordert und alle auf sein Handzeichen losrennen.

Später bei "Thrashaholic" oder "Hell Trucker" zeigen sich dann auch einige Fans textsicher und beginnen mitzusingen. Die irischen Thrasher verabschieden und bedanken sich, bevor sie es mit "Bullet Belt" und "Zombie Brew" noch einmal richtig krachen lassen. Gama Bomb haben somit eine spaßige Show gegeben und abgesehen von Philly Byrnes vokalistischer Darbietung einmal mehr ihr Talent unter Beweis gestellt.

Setlist:

  • 1. Zombie Blood Nightmare
  • 2. Slam Anthem
  • 3. Witches
  • 4. New Eleminators
  • 5. In The Court Of General Zod
  • 6. Hammer Slammer
  • 7. OCP
  • 8. We Respect You
  • 9. Evil Voices
  • 10. Thrashaholic
  • 11. Mummy Invasion
  • 12. Mussolini Mosh
  • 13. Last Ninjas Unite
  • 14. Hell Trucker
  •  15. Skeletron
  • 16. Bullet Belt
  • 17. Zombi Brew
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