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Metal Invasion Open Air 2013

Metal Invasion Over Paradise

Bei Korpiklaani darf gehüpft werden

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Korpiklaani

Die erste kleine Verzögerung im Zeitplan gibt es beim ersten Ausreißen in ein völlig anderes Genre. Humppa und Folk stehen nun im Zeichen der Pagan-Gemeinde. Die für 19.20 Uhr eingeteilten Korpiklaani öffnen ihr Party-Fass gut fünf Minuten verspätet. Zuerst läuft Folklore aus der Dose und der bereits platzierte Drummer versucht schon mal per ausladenden Gesten Bewegung in die erwartungsvolle Pagan-Jünger-Schar zu bringen. Und es sollte auch gar nicht allzu lange dauern, schon sichtet man erste Köpfe aus der Menge empor huschen. Hopsen, tanzen und dabei Unmengen Bier verschütten steht nun auf der Tagesordnung. Die Stimmung sprudelt nur so in die Höhe und die Meute spornt sich gegenseitig zu weiteren tollen Aktivitäten an.

Die Besetzung an Akkordeon, Gitarre, Bass, Geige und Schlagzeug heizt den ausgelassenen Wikinger-Nachkommen mächtig ein. Die Stimmung schraubt sich unweigerlich von Song zu Song in die Höhe, ob nun so aussagekräftige Titel „Vodka“ oder „Ievan Polkka“ vom Band brechen. Es scheint so, als ob diese losgelassenen Wilden den ganzen Tag nur in ihren Höhlen geschlummert hätten, um nun deren etwas allzu lange ausgeruhten Tanzbeine zu schwingen und sich unter flotten Polka-Rhythmen so richtig auszutoben. Die Arme fleißig nach oben gereckt schreien diese nach mehr und spornen die urigen Gestalten hoch erhoben vor ihnen auf dem Podest noch einmal gehörig an. Die Stimmung schraubt sich kontinuierlich nach oben. Die Finnen halten ihre Anhänger vollkommen im Griff, so dass auch gemächlichere Takte funktionieren. Die fünf Herren spielen ihr Set absolut souverän. Kein Wunder, diese haben ja nicht nur altersmäßig sondern auch schon als Band so einige Jahre auf dem Buckel. Dabei muss man sich auch keinen Zacken aus der Krone brechen. Drei Mikros werden bedient, um einen voluminösen Gesang zu zaubern. Der Rastamann Jonne Järvelä, welcher wie ein Honigkuchenpferd über das ganze Gesicht grinst, und Cane, sein Gitarrist mit Krempen-Hut, können die meiste Bewegung vorweisen.

Ein größerer Haufen an Pagan-Wütigen wirbelt nun mächtig Staub vor der Bühne auf. Diese Wolke bleibt ab sofort erhalten. Die ersten zehn Meter vor der Bühne zeigt nur noch hopsende und lachende Gestalten, die äußerst lebhafte Atmosphäre wirkt wie ein Sog, so dass man zum Ende hin von „Wooden Pints“ eine stattliche Anzahl an Gästen zählen kann. Und auch wenn man kein so großer Freund dieser Musikrichtung sein sollte, bereitet es trotzdem einen Heidenspaß, das tollkühne Geschehen zu verfolgen. Korpiklaani beenden nach vorgesehener Zeit um 20.20 Uhr das damit etwas kürzere 55-minütige Set, um ihren Genre-Kollegen Eluveitie den Einzug zu gewähren.

Setlist:

  • Tuonelan Tuvilla
  • Ruumiinmultaa
  • Juodaan Viinaa
  • Kirki
  • Sumussa Hämärän Aamun
  • Uniaika
  • Petoeläimen Kuola
  • Uni
  • Vodka
  • Ievan Polkka
  • Rauta
  • Wooden Pints
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