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Metal Invasion Open Air 2013

Metal Invasion Over Paradise

Rotting Christ sind live einfach eine Macht

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Rotting Christ

Ein ganz anderes Pferd besteigen nun die erfahrenen Griechen von Rotting Christ. Nach bereits fünfundzwanzig Jahren Daseinsberechtigung liegen ihre Anfänge zwar im Black Metal verwurzelt, jedoch gab es über die Jahre hinweg eine starke Abwandlung des ursprünglichen Sounds in Richtung modernere Gefilde. Heute sollten aber verstärkt wieder ihre Ursprünge in den Vordergrund treten. Symphonisch und bombastisch dröhnt zu Anfang das Intro aus den Boxen, bevor zuerst der Schlagzeuger, danach der Gitarrist, Bassist und zum Schluss Sänger Sakis die Bühne entern.

Das Festivalgelände ist mittlerweile gut gefüllt und zum größten Teil der Schatten eingekehrt. Der excellente Drummer Themis drischt gewaltig in die Felle, die Regler scheinen nun ordentlich nach oben gewuchtet und es wirkt, als wollten die vier griechischen Landsmänner in Gemeinschaftsarbeit die Boxen zerbersten. Die Melodiebögen des Gitarristen Giorgos klingen extrem sauber und jedes Instrument ist perfekt entsprechend der jeweils aktuellen Wichtigkeit nach vorne gemischt. Es wird ordentlich geknüppelt und professionell wie eh und je bringen die Griechen alles absolut punktgenau.

Es folgen etliche Knaller, vor allem aus ihren früheren Schaffensphasen in den Neunzigern und überwiegend aus dem Album „Thy Mighty Contract“ anno 1993 entnommen. Einzig „Kata Ton Aimona Eaytoy“ entspringt ihrem aktuellen gleichnamigen Werk aus diesem Jahr. Aber egal, welche Kracher von der Bühne donnern, die Fans feiern ihre Helden frenetisch ab. Das Publikum geht vor allem in den vorderen Reihen feierwillig mit. Aber auch im hinteren Bereich schwingen, wippen Beine, Köpfe und sonstige Körperteile. Gitarrist Giorgos und Bassist Andreas bangen was das Zeug hält. Die wallenden Mähnen flankieren optimal das kraftvoll leidenschaftliche Erscheinungsbild von Sakis, welche Eigenschaften ebenso auf dessen Stimme zutreffen. Die vier erfahrenen Musiker liefern eine sensationell professionelle Show der Extraklasse. Energiegeladen und mit emotionalem Antrieb verbreiten sie ihr temperamentvolles südländisches Flair. Wie gebannt blickt der Großteil der Menge gen sonniger Bühnenshow. Der rote Ball scheint nun direkt in die Bühne und in Verbindung mit den Scheinwerfern muss dort oben wohl eine unbeschreibliche Hitze vorherrschen. Dies kann die sonnenverwöhnten Griechen anscheinend kaum beeindrucken. Fett rollt das Programm flüssig und polternd groovig sowie zackig über die Bühne. Die Blastbeats greifen augen- und ohrenscheinlich fast noch einen Tick besser als die Midtempo-Parts, obwohl alles in allem sehr stark rüberkommt.

Der Fronter fasst sich mit seinen Ansagen stets recht kurz, so dass die hauseigenen Brecher fast nahtlos aneinander gereiht werden. Sicherlich erreichen die mitreißenden Songstrukturen, inklusive einer ordentlichen Portion Eingängigkeit auch Rotting Christ nicht ganz so gewohnte Gehörgänge. Themis erweist sich während des Gigs jedenfalls als unbezähmbares Raubtier. Es scheint, als wolle er das komplette Drumset voll und ganz unter die Bühne verlegen. Mit „Transform All Suffering Into Plague“ verabschieden sich die vier attraktiven Performer und hinterlassen äußerst zufriedene Gesichter sowie einen summend aufgewühlten Bienenstock in Honig-Laune.

Setlist:

  • Intro
  • Forest Of `n Gai
  • Athanatoi Este
  • Kata Ton Aimona Eaytoy
  • King Of A Stellar War
  • The Sign Of Evil Existance
  • Transform All Suffering Into Plague
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