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Metal Invasion Open Air 2013

Metal Invasion Over Paradise

Theatralisches Meisterstück: Darkend

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Darkend

Vorhang auf für ein theatralisches Meisterstück! Die in der ursprünglichen Running Order eigentlich erst im Nachtprogramm angesiedelten Darkend mussten aufgrund zeitlicher Anreiseschwierigkeiten von Napalm Death ihre Spielzeit zwangsläufig in den Nachmittag verlegen.

Pünktlich um viertel nach drei eröffnen die fünf Künstler nun ihr höchst emotionales Schauspiel. Dornengekrönt beschreitet der charismatische Sänger Animæ, den Weg zu dem von der Band selbst betitelten „Extreme Ritual Metal“. Von zutiefst andächtiger Gestik und Mimik gezeichnet, nimmt dieser seine Krone vom Haupt und setzt das Prachtstück theatralisch sanft und erhaben auf einen der frontal platzierten Totenschädel.

Auch wenn sich zu Anfang des Szenarios nur circa zehn Jünger vor der Bühne eingefunden haben, so pilgern doch bereits während des ersten Akts zügig mehrere Nachfolger magnetisch nach vorne, um das mystische Geschehen unterlegt mit einem bombastischen Sound genauer verfolgen zu können. Schweiß trieft authentisch vom Antlitz des Animæ. Mit großen eindrucksvollen Gesten und stahl-blaugrau glänzend psychopathisch verschlingendem Blick zieht dieser die Anwesenden magisch in seinen Bann.

Eine starke Leistung kann hier auch dem Meister am Schlagwerk eingeräumt werden, welcher mit treibenden Blastbeats sowie interessanten Rhythmusstrukturen überzeugende Arbeit leistet. Neben der heftigen Prügelarbeit bedient dieser zusätzlich noch die Background-Vocals und betreibt seine Arbeit insgesamt absolut perfekt. Respekt! Die Gitarren liefern dazu das entsprechend schwarzmetallische Geschredder. Zur Abwechslung stülpt sich Animæ nun schwarze „Scherenhände“ über und bewegt diese mit weichen bedrohlichen, aber zugleich auch ästhetischen Gesten. Die lobenswerte, emotional kreischende Stimme, oftmals mit tiefem Leidens-Ausdruck behaftet, lässt einen erschauern und noch lange Zeit das unbeschreiblich ergreifende Gefühl in den Gliedern sitzen. Schleppende Passagen ziehen beim Publikum zwar nicht ganz so wie die rasenden Parts, aber es herrscht allgemein große Faszination.

Im Laufe des Geschehens gewandet sich der Vokalist auch noch mit einem blutdurchtränkten Leinentuch, welches er sich dermaßen schwungvoll überwirft, dass ihm fast der Mikroständer umgekippt wäre. Zum (dornen)krönenden Abschluss unter Verklingen der Takte von „Aeinsoph: Flas Forward To Obscurity“ erhebt der Gesanges-Meister noch ein letztes Mal seine Stimme: „We are from fucking Italy!“ und verlässt ohne Umschweife diese theatralische Vorstellung. Vorher stampft er jedoch noch wie von Sinnen seinen Mikroständer dermaßen in die Bretter, als wolle er schnurstracks zum Leibhaftigen vorstoßen und ohne Umwege in den Feuern der Hölle landen. Diese beeindruckende Glanzleistung sollte man unbedingt gesehen haben!

Setlist:

  • Intro
  • Mater Terribius
  • Doom: And Then Death Scythed
  • Bleakness: Of Haste, Secrecy And Shattered Crystals
  • Decrepitude: One Last Laugh Beside Your Agonies
  • Aeinsoph: Flas Forward To Obscurity
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