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Metal Invasion Open Air 2013

Metal Invasion Over Paradise

Thrash vom Feinsten: Kreator

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Kreator

In gleißend blaues Licht getaucht eröffnen die Veteranen von Kreator zwanzig vor elf ihr Thrash-Metal-Gewitter und entfachen damit ein sofortiges Abgehen der Fans. Schon innerhalb kürzester Zeit bildet sich ein erster größerer Moshpit-Zirkel, welcher wirbelnd seine Runden dreht. In der vorgesehenen Spielzeit von einer Stunde und zwanzig Minuten, welche zum Schluss auch noch etwas ausgedehnt wird, lässt es sich gut und gerne auf eine spektakuläre Zeitreise durch sämtliche Epochen ihrer dreißigjährigen Band-Historie gehen. Eröffnet wird dieses Schauspiel nach einem bombastischen Einzug und dem Intro „Mars Mantra“ mit dem Kracher „Phantom Antichrist“ aus dem gleichnamigen letzten Werk, welches im Juni 2012 veröffentlicht wurde und sogar Platz fünf der deutschen Album-Charts entern durfte.

Es herrscht eine wahnsinnige, unbeschreiblich mitreißende Live-Atmosphäre, die einen unweigerlich kräftig in den Allerwertesten tritt. Die Arme der begeisterten Menge halten sich kontinuierlich nach oben gereckt. Mille spornt die Meute mit oftmaligen Befehlen zunehmend an. Bei Song Nummer sieben ruft er nur „Pleasure To ...“ in den Mob und mit „Kill“ hallt es prompt und kräftig zurück. Das kann man auch locker noch drei weitere Male rufen und es klingt von Mal zu Mal um so euphorischer. Ganz klar, die Anwesenden fressen ihrem Helden unumwunden aus der Hand. Mille & Co wissen, wie man seiner Thrash-Gemeinde Feuer unterm Hintern macht. In wütenden Rhythmen treibt Ventor seine Mitstreiter voran. Professionell – nach drei Jahrzehnten frohen Schaffens auch kaum verwunderlich – und recht kalkuliert wirkend, liefern die vier eingefleischten Thrasher einen wie gewohnt perfekten Gig ab. Die mordsheftige Show auf der Stage überträgt sich fließend auf die Anhängerschaft und lässt diese sich langsam aber sicher in einen reißenden Fluss verwandeln.

Es knarzt und rattert ordentlich in Milles geöffnetem Thrash-Karton. Eine Granate nach der anderen wird losgeballert. Was packt dieser Knilch denn noch alles aus seiner Wundertüte? Klassiker aus früheren Schaffensphasen wie „Coma Of Souls“, „Endless Pain“ oder  „Phobia“ zünden ebenso gut wie modernere Kracher wie „Civilization Collapse“ und „United In Hate“, welche gleichermaßen euphorisch abgefeiert werden. Ein stark verzerrtes Solo des Gitarristen Sami kommt zwischendurch auch mal ausdauernd und intensiv daher. Eine Vielzahl bangender Häupter – wie sollte es denn anders sein – gibt es während des gesamten Gigs zu vermelden. Der Moshpit, in mittlerweile ansehnlich ausgedehntem Kreisgebilde, schlägt sich wacker und hält sich hartnäckig. Staubwolken erheben sich gen Himmel und die Fans sind Mille absolut hörig. Sogar die Aufforderung zu einer „Wall Of Death“ wird artig und mit sofortiger Wirkung umgesetzt. Nur gut, wenn man weiß, wie man seine Meute anheizt. Eine Akustik-Gitarren-Solo-Einlage lockert die wilden Geschehnisse zwischendurch mal ein wenig auf. Jedoch hat Ventor kurz darauf schon wieder spürbar seine Schlagstöcke gewetzt, um alle und alles in Kleinstteile zu zertrümmern. Mit dem Hissen der „Flag Of Hate“ endet das Himmelfahrtskommando und es hagelt verdiente Plektren und Drumsticks für die tapfere Kampfeinheit.

Setlist:

  • Intro – Mars Mantra
  • Phantom Antichrist
  • From Flood Into Fire
  • Warcurse
  • Coma Of Souls
  • Endless Pain
  • Pleasure To Kill
  • Hordes Of Chaos
  • Death To The World
  • Riot Of Violence
  • Enemy Of God
  • Phobia
  • Intro 2 - The Patriarch
  • Violent Revolution
  • United In Hate
  • Terrible Certainty
  • Under The Gouillotine
  • Civilization Collapse
  • Flag Of Hate/Tormentor
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