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Metal Invasion Chapter 4 Festival

Ein Hammerbilling lässt Passau beben

Diese Bitte wurde natürlich nicht erhört und der Samstag beginnt mit Kopfschmerzen. Egal, kennen wir ja. Also Mittagessen und ab zum Festival. Viele gute Bands wollen heute gesehen werden.

 

Terminus: Kill

Eine Band, die auf dem Festival spielt auf dem sich die Musiker kennenlernten, das wird es wohl auch nicht so oft geben. Doch bei Terminus: Kill ist das der Fall. Praktisch gegründet auf dem Metal Invasion Festival Chapter 3, hat es die erst einjährige Band geschafft, auf dem ein Jahr später stattfindenden vierten Teil der Metal Invasion-Reihe zu spielen. Seit kurzem besteht die Gruppe aus fünf Mann und setzt sich wie folgt zusammen: Andreas Weber am Gesang, Stefan Tatschner und Patrick Oertel an der Gitarre, André Schult am Bass und Florian Weilnhammer am Schlagzeug. Die Band ist jung und steckt voller Tatendrang, das hört man deutlich. Sie spielt eine sehr abwechslungsreiche Mischung vieler verschiedener Stile aus Rock und Metal. So klingt zum Beispiel „Disposession“ ein klein wenig nach Soilwork. Die Deggendorfer schaffen es sage und schreibe acht Lieder in eine halbe Stunde zu packen. Trotz der brutalen Uhrzeit liefern Terminus: Kill einen absolut sauberen Gig ab. Eine weitere Band, die man mal beobachten sollte. Da kommt sicher noch einiges.

Setlist:

1. The Beginning

2. TV Infection

3. Dispossession

4. Once For All

5. The Moon Projekt

6. Mozart Break

7. Suicide Scripting

8. Behind The Scene

The Morphean

Straighter Melodic Death Metal steht mit The Morphean auf dem Plan. Gerade mit ihrer neuen CD „Enter The Illusionist“ ausstaffiert, treten die Musiker in Passau an. Die Band beweist einmal mehr, dass gute Songs mit ansprechender Struktur fast immer funktionieren. Eine musikalische Neuerfindung des Rades ist nicht was The Morphean ausmacht. Das planen die Jungs aber auch gar nicht. Das Ziel ist klar definiert und lautet: einprägsamer Death Metal. Und genau das kommt raus, wenn die Band auf der Bühne steht. Die Musiker hauen den Zuhörern ein Brett nach den anderen um die Ohren. Begonnen mit dem Titel „Slavery“ über „Halo“ und „The Burning Truth“ bleibt bis zum Setende keine Zeit zum Verschnaufen. Death Metal wie er sein muss, roh, kantig und aggressiv wie zehn Liter Schwefelsäure.

Setlist:

1. Slavery

2. Halo

3. The Burning Truth

4. Manic Hate

5. Aberration

6. Uncovered Faces

 

Tuxedo

Mit den Österreichern von tuXedo hat sich das Festival eine Hardcore-/Metalcoreband eingekauft, die auf einige erfolgreiche Gigs und viele gute Reviews zurückblicken kann. Den Kleidungsstil der Band könnte man als extreme Crossdressing bezeichnen, denn Metalshirts mit Tracht zu kombinieren, ist schon eben recht extrem. Tracht hin, Tracht her, musikalisch orientiert sich die Band eher an Amerika als an Österreich, hört man doch einen deutlichen Machine Head-Schlag in den Songs von tuXedo. Ruhig angehen lassen wollen es auch die Mettighofener nicht und prügeln mit „World Of Deadhearted“ gleich mal kräftig los. Die Besetzung, die neben Gitarre, Bass, Vocals und Schlagzeug noch einen zweiten Vocalisten dazu nimmt, der dann auch noch mit Percussions die Rhythmussektion unterstützt, ist eine gelungene Abwechslung zu den Standardformationen. Mit „Fight“ und „Self Absorbed Folk“, zu dem sich die Band noch den Gastsänger Christoph Kiebe dazugeholt hat, holzt die Corecombo unerbittlich weiter, um dann mit dem Titel „Memories“ nach leider nur vier Titeln schon wieder zu beenden. Es bleibt irgendwie das Gefühl von elektrischer Ladung in der Halle zurück. Und die Erkenntnis, dass man österreichische Bands niemals unterschätzen sollte.

Setlist:

1. World Of Deadhearted

2. Fight

3. Self Absorbed Folk

4. Memories

 

 

Scared To Death

Achtziger Thrash Metal, den haben sich Scared To Death auf die Fahnen geschrieben. Die Musiker sind für das Metal Invasion keine Unbekannten. Bereits zum dritten Mal spielt die Band hier. Interessant zu beobachten ist hier, dass auch die ganz jungen Metaller auf diese Art von Musik stehen. Der Thrash Metal war ja schon mehrmals lebendig beerdigt worden. Scared To Death bringen sämtliches Werkzeug mit, das man braucht, um guten Thrash zu machen. Geile Riffs und Solos, einen Wahnsinnigen hinter der Schießbude und einen Shouter mit Frontmanncharakter. Ihre Musik ist kompromisslos, was Songs wie „Extreme Aggression“ oder „Deathstruction“ verdeutlichen. Die drei unter den Pseudonymen Evil, Deathrash und Spreadthefire agierenden Metalheads rocken wie Hölle und ihre manchmal tonnenschweren Riffs gießen sich wie flüssiges Blei in die X-Point Halle. Die Drei haben einige neue Songs mitgebracht, so sind „Mind Invaders“, „Crew Of Vengeance“ und „Hellspawn“ bis jetzt noch nicht auf CD erhältlich. Scared To Death erweisen sich als absoluter Overkill für die Nackenmuskeln. Mit „Holy War“ endet nach sieben Liedern der Gig der Thrasher. Vielleicht gibt es ja ein Wiedersehen im Jahr 2011.

Setlist:

1. Mind Invaders

2. Deathstruction

3. Your Pain Is My Passion

4. Crew Of Vengeance

5. Extreme Aggression

6. Hellspawn

7. Holy War

 

Emancer

Als die progressive Black Metaller Emancer die Bühne betreten, ist die Halle erschreckend leer. Über das Warum lässt sich nur spekulieren. Verdient haben die Norweger das nicht. Am ehesten lässt sich der Zuschauermangel mit dem geringen Bekanntheitsgrad der Band erklären. Die Künstler lassen sich aber nicht beeindrucken und prügeln ihre Musik durch die Halle. Begonnen wird mit dem Black Metal-Holzer „Comfort Fix“; das dynamische und abwechslungsreiche Stück zeigt die Band in musikalischer Höchstform. Frontmann Gorbag schreit, dass es einem durch Mark und Bein fährt. Das Midtemposchwarzmetallwerk „Dice Man“ fügt sich nahtlos an den Vorgänger. Was Emancer zu einem Erlebnis macht, sind die progressiven Einlagen, die hier und da völlig unerwartet eingestreut werden. Gitarrist Mithrin und Basser Bjarte posen, was das Zeug hält. Die Keyboarderin Kristin, die auch die Zweitstimme übernimmt, mosht sich die Seele aus dem Leib. Drummer Tomas mutiert eh schon seit den ersten Tönen zum Tier und drischt wie ein Besessener auf die Felle ein. Der dritte Titel „Bloodwhore“ ist das einzige Stück, das nicht vom aktuellen Album „Twilight And Randomness“ stammt. Auch dieses Lied besticht durch seine kalte Härte. Mit „Cunning Vital Guardian“ endet dann auch schon das Konzert der Skandinavier. Emancer haben die Black Metal-Phase auf dem Metal Invasion Festival eingeleitet.

Setlist:

1. Comfort Fix

2. Dice Man

3. Bloodwhore

4. Cunning Vital Guardian

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