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Metal Invasion Chapter 4 Festival

Ein Hammerbilling lässt Passau beben

Sodom

Als Headliner für den Freitag haben die Initiatoren des Festivals eine absolute Kultband aus dem Ruhrpott engangiert. Ganz klar, die Rede ist von Sodom. Tom Angelripper, Bernemann und Bobby haben zum Tanz geladen. Ein Blick auf die Setlist lässt erahnen, dass es sich dabei nicht um Walzer dreht. Die Thrash Metal-Heroen haben viele Klassiker und Lieder der neuen Scheibe „In War And Pieces“ dabei. Die Halle ist gut gefüllt und Tom Angelripper und seine Mannen machen nicht den Eindruck, als hätten sie Lust auf Kindergeburtstag. Der Abend verspricht also noch recht heiß zu werden. Wie zu erwarten beginnen Sodom ihr Set gleich mit Vollgas. „The Saw Is The Law“ lässt keinen Zweifel aufkommen, wer gerade spielt. Und so prasseln „The Vice Of Killing“ und „Outbreak Of Evil“ auf die gierigen Fans ein. Die Zeugen Jehovas-Parodie „Der Wachturm“ sorgt für allgemeine gute Laune. Das folgende „Napalm In The Morning“ ist auch einer dieser Überklassiker der Thrasher. Und so ballern sich die Musiker mit dem netten Maskottchen namens Knarrenheinz munter durch ihre Karriere. Songs wie „Agent Orange“, „Witching Metal“ und „M-16“, um nur ein paar wenige zu nennen, dürfen natürlich auf keinen Fall fehlen und werden auch alle gespielt. Nach „Die Stumme Ursel“ kauft Tom Angelripper die von einem Fan mitgebrachte Sexpuppe alias Ursel für 20 Euro ab. Nach 20 Liedern beenden Sodom ihren Gig mit dem Klassiker „Bombenhagel“. Die plötzliche Ruhe wirkt befremdlich und viele versuchen den fehlenden Lärmpegel mit einem erhöhten Alkoholpegel auszugleichen. Anders ist die aus dem Nichts entstandene Schlange am Bierausschank nicht zu erklären. Schnell entwickeln sich Gespräche und oft hört man, wie geil denn der gerade zu Ende gegangene Gig war.   

Setlist:

1. The Saw Is The Law

2. The Vice Of Killing

3. Outbreak Of Evil

4. Wachtturm

5. Napalm In The Morning

6. Sodomized

7. Iron Fist

8. Axis Of Evil

9. Obsessed By Cruelty

10. Agent Orange

11. Witching Metal

12. City Of God

13. Fuck The Police

14. M-16

15. Blasphemer

16. Aber Bitte Mit Sahne

17. Ausgebombt

18. Remember The Fallen

19. Die Stumme Ursel

20. Bombenhagel

 

Da The-Pit-Redakteure immer pflichtbewusst sind, haben wir uns ein, zwei oder vielleicht auch drei Bier nach Sodom entschlossen, die X-Point Halle in Richtung Hotel zu verlassen, was sich als schwerer Fehler (zumindest auf unser Pflichtbewusstsein bezogen) erweisen sollte. Als wir mit Freunden noch einen Nachttrunk zu uns nehmen wollten, stießen wir auf die Jungs von Ektomorf. Zwei Techniker der Band und Basser Szabolcs ließen sich noch auf einen Drink einladen. Nach intensiven Gesprächen über das Tourleben und logischerweise mehr als einen Drink, riss uns ein schriller Heulton auf. Der Feueralarm. Irgend jemand musste auf seinem Zimmer, das, wie alle anderen auch, mit einem Rauchmelder ausgestattet war, geraucht haben. Wir konnten es nicht gewesen sein, denn die bei uns sitzenden Raucher sind immer durchs Fenster auf das Dach des Supermarktes unter uns geklettert. Es half nichts, wir mussten raus. Das Hotel wurde geräumt. Vorsorglicherweise hatten wir eine Kiste Bier im Kofferraum und das Trinkgelage konnte im Blaulichtschein des Feuerwehrlöschzugs und der Polizei weitergehen. Unten am Parkplatz sind wir dann auch noch auf Sodom gestoßen. Als wir wieder ins Hotel durften, brachte sich die The-Pit-Crew brav ins Bett und betete um einen nicht ganz so schlimmen Kater am nächsten Morgen.

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