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Metal City Festival XVIII

…und der olle Paule kann doch noch singen…

Legen als Opener eine überzeugende Leistung hin: Red Gin

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Es ist eigentlich ein typischer Samstagabend hier im Ruhrgebiet: Konzerte an allen Ecken, von lokalen Geschichten bis etablierten Großereignissen. Doch anscheinend hat sich mittlerweile herumgesprochen, dass sich eine Stippvisite nach Lünen ins Lükaz lohnt, denn knapp 300 Fans haben sich dorthin aufgemacht, um bei der 18. Auflage des Metal City Festivals dabei zu sein. Auch wenn nicht bei allen Bands heute Abend das „Rundum-Sorglospaket“ für Entspannung sorgt, so manifestiert sich doch eine wesentliche Erkenntnis: der olle Paul DiAnno kann doch noch singen, auch wenn sein körperlicher Zustand arg ans Fanherz geht. Den Auftakt heute Abend liefern aber die in Lünen beheimateten

Red Gin

mit ihrer Version des Heavyrocks. Ein glückliches Händchen scheinen die Organisatoren insofern bewiesen zu haben, sind doch schon zahlreiche Fans vor Ort, um auch dem Opener eine Chance zu geben, und Red Gin schrecken keineswegs davor zurück, sondern sorgen so schon am frühen Abend mit einer couragierten Leistung für ein erstes „Oha“-Erlebnis.

Auch wenn wie üblich die Fans einmal mehr wieder mit einigem Abstand zur Bühne dem Sound lauschen, so wird schnell deutlich, dass die Anwesenden mehr als zufrieden mit der Leistung sind. Denn schon nach dem Doppelpack „Go Down“ und „Free Flight“ spenden sie heftigen Applaus. Die Halle füllt sich zusehends und schon bei „Give Anything“ tummeln sich dort die ersten einhundert TicketkäuferInnen. „Wir kommen aus Dortmund“, lässt die mit rockigen Stimmbändern ausgestatte Frontfrau SandraS wissen, um dann schnell mit einem „zumindest proben wird dort“ die Standortfrage ein wenig zurecht zu rücken.

Dabei ist es doch ganz egal wo sie sich beheimaten. In Lünen zumindest werden sie auch im weiteren Verlauf mit reichlich Applaus übergossen. „Ich glaub, wir können ganz zufrieden sein“ lässt SandraS passend vom Stapel. „Ihr könnt auch eure Fäuste heben“ so die Animation seitens der Truppe bei „Raise Your Head“. Die Fans lassen sich auch gar nicht lange bitten und lassen zum ersten Male diesen Abend die Powerfäuste sprechen. Ein wenig verwirrte Erheiterung kommt auf, als vor „High End Love“ einer der Anwesenden auf die Bühne klettert und kurzerhand den völlig verdutzten Drummer Teffe begrüsst.

Gitarrist uFe feuert weiter zur Powerfaust an. Die Fans haben sich einmal eingegroovt und sparen auch kurz vor Schluss nicht mit entsprechendem Applaus. „Hattet ihr Spaß?“ will SandraS wissen – na klar, schon lange konnte eine Opener beim Metal City Festival nicht mehr so überzeugen wie Red Gin. Hut ab dafür.

Setlist:

Go Down
Free Flight
Give Anything
Healer
Catch Me In The Middle
Raise Your Head
High End Love
7 Days
Sweet Steam Nights
Back Off

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