Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Metal City Festival XVII

Spezielle Release-Shows

Halloween polarisieren

Zum Thema

Halloween

In Deutschland waren sie ja schon, beispielsweise beim Swordbrothers Festival VIII, doch eine richtige Tour, darauf mussten die Halloween-Fans bis heute warten, mit Tourauftakt in Lünen. Exklusiver geht ja schon fast gar nicht mehr, zumal auch die Detroit-Horror-Rocker ebenfalls eine Releaseshow feiern, da das 97er Album „Victims Of The Night“ durch das Pure-Steel-Label erstmals als Vinyl in Umlauf gebracht wird.

Trotz aller Partylaune und Vorfreude wissen die Herren aus Übersee heute schon sehr schnell, dass es kein Selbstläufer wird, stehen doch Bassist George Neal und Gitarrist TJ Richardson (der Neue bei Halloween) bei Stormrider und Custard links in Nähe der Bühne und reiben sich verwundert die Augen sowie Ohrmuscheln: „Man, sind die gut!“ entfleucht es einem von den beiden. Erschwerend kommt noch hinzu, dass ein paar letzte Checker noch etwas Zeit benötigen, dass hier nicht die deutschen Helloween auf der Bühne stehen – wie auch immer solch eine Verwechslung zustande kommt.

Halloween sind natürlich die richtige Truppe für ein beinhartes Old-School-Publikum, scheiden gerne auch mal die Geister und stehen auch gerne dafür ein, stark zu polarisieren. Warum auch nicht, genau darum geht es doch im Heavy Metal, es muss nicht jedem gefallen, da bei den Detroitern auch ein Bühnenshowprogramm den Abend abrundet, worüber man sich ebenfalls trefflich streiten könnte. Halloweenneske Bühnendekoration, dazu mit Brian Thomas ein Frontmann, dem schon die zahlreichen Lenze einige Markierungen ins Antlitz ritzen und der stimmlich natürlich auch nicht jedermanns Sache ist, allerdings eine unverkennbare Färbung ausweist. Darüber hinaus gehört es zum Konzept der Band, dass sich Brian immer wieder in andere Kostüme schmeißt und mit diversen Masken auftritt.

Und wenn schon polarisieren, dann bitte auch richtig, denn während die eine Hälfte die Band stark abfeiert und anscheinend nicht genug Horror-Show abbekommen kann, so wendet sich die andere Hälfte ab, murmelt irgendetwas von „langweilig“ und macht sich teilweise schon auf den Heimweg. Halloween registrieren das schon, lassen sich aber nichts anmerken, ist die Stimmung unter den Fans zu Beginn richtig gut, stehen da doch gleich mehrere fast Arm in Arm headbangend bei „What a Nice Place“, nachdem schon das eigentliche Band-Highlight „Don’t Metal With Evil“ ein wenig zu früh für Begeisterung sorgte.

„Schön, hier zu sein“ prasselt voller Stolz Brian heraus, stellt kurz den Neuen vor, lässt den fetten Applaus in Ruhe abebnen, bevor die Band „für die Nachgeschöpfe“ „Nightmares“ intonieren. Umso leerer der Saal im hinteren Bereich wird, umso lauter wird ein krasser Unterschied deutlich, weil die ersten Reihen schon früh mit „Halloween“-Sprechchören dem Schwund entgegenhallen. „You are awesome“, meint Brian, um dann ein „Ihr auch“ in Empfang zu nehmen. Die Bühne scheint für die Fans ein tabu zu sein, nur wieder der oben schon erwähnte, mittlerweile berüchtigte Lünen-Glatzkopf hüpft auf die Bühne und umarmt Brian – na, erst sieht es auch noch so aus, als ob er ihn küssen wolle, besinnt sich dann aber seiner Segelqualitäten und surft erneut von dannen. Es gibt eine tolle Show, tolle Songs, manchmal ein schlappes Publikum und mit eindeutige Punktsieger aus dem Hause Stormrider und Custard – ein erfolgreiches Metal City Festival neigt sich dem Ende zu und Halloween selbst sind schon wenige Minuten nach dem Auftritt am Merchstand anzutreffen, wo sie sich ausreichend Zeit für Fotos und Unterschriften nehmen.

Setlist:

  • Black Skies
  • Don’t Metal With Evil
  • Victims Of The Night
  • What A Nice Place
  • The Crush
  • No One Gets Out
  • Nightmares
  • Traipsing Through The Blood
  • Terrortory
  • The Seer
  • Scare You
  • Her Ghost Comes Out To Play
  • Tales From The Crypt
  • The Wicked Witch
  • Trick Or Treat
Seite
comments powered by Disqus

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten

Wie mit einer Ex-Freundin

Willkommen in der Husumer Sauna