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Metal City Festival XVI

Thrash Attack zieht nicht wirklich

Erzfeint gewohnt rumpelig

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Ein bisschen verzockt oder zu sehr die Fanbrille aufgehabt? Oder vielleicht von beidem etwas? Die sechzehnte Auflage des Metal City Festivals ist als reines Thrash-Attack-Special konzipiert und schafft es trotz Stammpublikum und namenhafter Bands wie Accuser und Contradiction nicht, die Massen nach Lünen zu bewegen. Knapp einhundert zahlende Gäste sind es dann aber doch, die mal lethargisch, mal enthusiastisch reagieren, sich den Wanst mit Hot Dogs füllen und vor allem reichlich Kohle im PS-Metal-Markt lassen.

Erzfeint

Es ist ja schon gute eineinhalb Jahre her, dass die Dortmunder Thrasher Erzfeint hier auf The-Pit.de auftauchten und schon damals machten sie mit einer rumpeligen Show sowie krudem Humor auf sich aufmerksam. Irgendwie kann man bei dieser kauzigen Truppe immer wieder den Eindruck gewinnen, dass sie überhaupt kein Publikum bräuchten, denn sie können sich auch selbst bestens unterhalten. Gut, in Lünen müssen sie das dann zum Teil auch, ist die Halle doch noch mehr als übersichtlich gefüllt, besonders viele ihrer eigenen Anhänger konnten die Jungs heute nicht ins Lükaz bewegen.

Sich selbst bezeichnen sie auch gerne als Tanzkapelle und haben mit „Kein Ende am Licht“ letztes Jahr auch ihr Debüt veröffentlicht, nennen alles „Rama Lama Ding Dong“ und beweisen immer wieder ihren eigenen Humor, den sie heute ebenfalls brauchen; eine Mischung aus Enttäuschung und Trotzigkeit vielleicht, denn da hat man schon den Heimbonus, doch nach den ersten Takten Musik gestaltet sich das dann doch noch ein wenig freundlicher, kommen schließlich auch die rauchenden FestivalbesucherInnen, um sich die Band einmal anzusehen. Einige wenige Fans machen sich dann endlich bei „Dead Angels“ bemerkbar, als sie zur Powerfaust ansetzten, doch als es im späteren Verlauf auch mal zum Applaus kommen sollte, da wird dann eher zögerlich und im Endeffekt mau in die Hände gespukt.

„Ein bisschen tanzen bitte“, will André noch ein wenig die Stimmung retten, aber weil so gar keiner in Tanzlaune ausbricht, kommen sie halt von der Bühne und mischen sich unter das Vorbühnenvolk, das wie gewohnt in respektvollem Abstand nach vorn sich lieber außerhalb des Bühnenstrahlerbereiches aufhält und der Aufforderung nur bedingt mit zwei Schritten folgt, doch einfach ein wenig näher zu kommen. „Wollt ihr noch einen?“, kommt da von der Bühne, „Path Of No Return“ dürfen sie noch nachlegen, bevor sie dann mit recht schlappem Applaus in den Feierabend verabschiedet werden.

Setlist:

Erzfeind
Dead Angels
Me Myself & I
Sturm
Chainsaw
Sodomie
Path Of No Return

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