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Metal City Festival XV

Kleines Jubiläum in Lünen

Sabbath Judas Sabbath

James Rivera war ja schon mit seinem Sabbath Judas Sabbath-Projekt beim Metal City Festival XI vor Ort, aber im Gegensatz zu damals stellen sie nicht das erhoffte Zugpferd dar – vielmehr kann man im Nachhinein Custard als eigentlichen Headliner nennen; da ist dann leider die Kalkulation der Veranstalter nicht aufgegangen, dabei steht die Truppe um die slowenischen Metalsteel dort für eine komplette Show und nicht für ein kleines Best Of.

Gleich zu Beginn gibt es auch die erste Irritation: Einige Fans gehen schon, denn sie haben für sich offenbar entschieden, das Highlight schon bekommen zu haben. Und Numero zwei: Metalsteel stehen allein auf der Bühne und warten mit Material der eigenen Band auf – der Applaus ist gut, aber auch übersichtlich.

Erst als James die Bühne betritt und im Anschluss unschlagbare Göttersongs wie „Fiels Of Fire“ sirenenartig durch die Boxen jagt, kommt Stimmung auf, die Pommesgabel erlebt ihre Renaissance, die ersten Luftgitarren quietschen munter vor sich hin und auch die Schädelverdrehungen sind zu sichten.

Und trotzdem: Zug um Zug leert sich die Halle, ein kaum erklärbarer Zuschauerschwund, doch die Truppe ist routiniert genug, sich nichts anmerken zulassen und spielt souverän weiter – was soll sie auch machen. Natürlich sind die HeadbangerInnen zu „Childen of The Sea“ zur Stelle und natürlich wird „Metal Messiah“ in der ersten Reihe durch die Headbangerfront abgefeiert – doch der als abendliche Höhepunkt geplante Gig bekommt die Handbremse nicht gelöst, die eh schon deutlich sichtbaren Lücken werden immer größer und zum Schluss tummeln sich vielleicht noch 60 Fans im Lükaz.

Sabbath Judas Sabbath fahren dabei schwere Geschütze auf: Zu „Night Crawler“ gesellt sich Custard-Frontmann Oliver auf die Bühne, zu „Heavy Metal Is Our Religion“ schnappt sich Mitorganisator Christian das Mikrofon und hinterlässt einen passablen Eindruck, die Skullcrushers werden gegrüßt – der Wurm ist drin, auch wenn die Anwesenden feiern wie nichts. Bezeichnend ist, das Christian mehr „Ernsting“-Sprechchöre“ bekommt als der Deadliner selbst, sogar das dem einzig wahren Sänger gewidmete „Holy Diver“ kann dagegen nicht anstinken. Mit „Breaking The Law“ setzen Sabbath Judas Sabbath noch einen schönen Kracher vor, aber wie wohl schon herauszulesen ist: Mehr war an diesem Abend einfach nicht drin.

Setlist:

  • Life Story
  • Entertainment
  • Dance With The Dead
  • Fields Of Fire
  • Let Me Be Your Guide
  • Judas Rising
  • Metal Asylum
  • Children Of The Sea
  • Eyes Of Flame
  • Lonely Man’s Revenge
  • Holy Diver
  • No Time To Cry
  • The Trip
  • Metal Messiah
  • Night Crawler
  • White Room
  • Heavy Metal Is Our Religion
  • Run With The Pack
  • Last Horizon
  • Run With The Pack
  • Breaking The Law
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