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Metal City Festival XV

Kleines Jubiläum in Lünen

Attic

Wenig Bühnenerfahrung, keine Präsenz im Netz – besser kann man sich heutzutage kaum verstecken, vielleicht ist das aber auch der verzweifelte Versuch, bloß keine Mails zu einem offensichtlich unangenehmen Thema zu bekommen. Weswegen unangenehm? Schon bei ihr ersten Show im Januar im Oberhausener Helvete kündigte die Truppe rund um Erazor-Gitarrist Katte sowie Iron Kobra-Bassist Matze ein erstes Demo - doch bis heute Fehlanzeige. Lediglich Frontmann Mario (ex-Divine Winds) hat da wohl seinen Job nicht erledigt und flüchtet sich ganz gerne in hanebüchene Ausreden. Da sollte aber noch nicht das letzte Wörtchen verloren sein – also bitte, meine Herren.

Zur Show gleich eines vorweg: Wohl selten hat es in der Reihe des Metal City Festivals eine Band gegeben, die so sehr das Publikum spaltet – höchstens Sex Gepard hoben damals – war es beim MCF III? – eine deutlichere Kluft in dem damals noch vorne im Café-Bereich vollgepropften Auditorium. Was ist passiert? Frontmann Mario ist mit einem Organ ausgestattet, womit er auch die sehr hohen Töne nicht nur herausbekommt, sondern auch trifft – wie schon im Bericht zur Show im Oktober 2011 schafft Mario spielend King Diamond-ähnliche Vocallines. Und genau das dürfte auch dafür ausschlaggebend sein, dass die eine Hälfte der Fans der mittlerweile gut 70 Anwesenden völlig verzückt Attic abfeiern, während der Rest die Welt nicht mehr versteht und irritiert die Flucht in den Raucherbereich sucht.

Viel Neues hatten Attic jetzt nicht anzubieten, vielmehr gleicht die Setlist auch denen der vorherigen Shows, aber sie haben auch keinen großartigen Grund, ihr Konzept umzustellen, denn selbst Sequenzen wie das Intro zu Beginn oder das Hexenintro führen zu keinem Bruch. Die größte Veränderung zu den bisherigen Shows liegt beim Fronter Mario, der deutlich aktiver auf der Bühne herumwuselt – vielleicht auch nur deswegen, weil man sich auf der wesentlich größeren Lükaz-Bühne nicht so sehr auf die Pelle rückt. Schnell erkennen die Fans das Potenzial der Band, zu „Sinless“ schallen auch schon die ersten "Heys" durch den Saal, etwas später stehen auch die ersten headbangend in den ersten Reihen – Attic haben aber auch mit „The Headless Horseman“ und vor allem „Devourer Of Souls“ zwei exzellente Songs im Repertoire - oh je, wenn das mal wieder keine Schelte aus dem Bandlager bringt, die wohl „zu gut“ wegkommt (Ja, die gibt es! - Anm. d. R.).

Die wenigsten dürften auch erkannt haben, dass mit „Dying World“ ein Pentagram-Cover das Set beschließt. Aber wie schon eingangs erwähnt: Während die eine Hälfte begeistert der musikalischen „Heavy Metal Horror Show“ beipflichtet, kämpfen die anderen mit ihren aufgestauten Fragezeichen – besser kann man nicht polarisieren und einen eigenen Status aufzeigen – das hat Zukunft, und ihr wisst, wo ihr das als Erstes gelesen habt.

Setlist:

  • Intro Night Of The Living Dead
  • Funeral Of The Woods
  • Sinless
  • Devourer Of Souls
  • The Headless Horseman
  • Hexenintro
  • On The Belfry
  • Schwarze Messe Intro
  • Satans Bride
  • Dying World (Pentagram-Cover)
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