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Metal City Festival XV

Kleines Jubiläum in Lünen

15 Mal Metal City Festival – dafür gibt es ein herzliches Glückwunsch seitens der The-Pit.de-Redaktion. Doch dieses kleine Jubiläums-Festival steht unter schlechten Vorzeichen, denn gleich zwei Bands mussten im Vorfeld wieder absagen, aber die Organisatoren hatten immer schnell passenden Ersatz zur Hand und mit der Herner Combo Custard auch gleich einen Losgweinn gezogen, waren doch augenscheinlich die meisten Fans wegen dieser Power-Metal-Truppe vor Ort. Headliner des Abends sind Sabbath Judas Sabbath, die allerdings nicht beide Beine auf dem Boden bekommen, dazu gesellen sich die Hopefuls Attic mit einer als Okult-Metal angekündigten Show. Die Black-Thrasher Infesting Swarm spielen an diesem Abend nur eine Insider- und Außenseiterrolle.

Infesting Swarm

Mit dem Opener Infesting Swarm steht ein Opener auf der Bühne, der den meisten Anwesenden wohl absolut unbekannt ist, und zusätzlich kommt erschwerend hinzu, dass sich die 2007 gegründeten Dortmunder musikalisch schwer zuordnen lassen, aber zum größten Teil im thrashigen Black Metal zu Hause sind. Und genau da ist der Hase im Pfeffer begraben, stellen sie dadurch nämlich den absoluten Außenseiter dar und da vor vielleicht knapp 50 Leuten, die nicht wirklich daran denken, der Band eine Chance zu geben.

Kurz noch zum Faktencheck: Wie schon erwähnt, taten sich Infesting Swarm 2007 zusammen, schnell hatten sie auch ein paar Songs zusammen, aber wegen einer musikalischen Korrekturausrichtung wurde wieder alles über dem Haufen geworfen und von vorne begonnen. Im Juni 2011 war es dann aber endlich soweit und das Quintett veröffentlichte ihre erstes 5-Track-Demo „Infesting Swarm“, welches auch auf der Facebook-Seite zum Download bereit steht. Als wirkliches Highlight in der bisher kurzen Showkarriere können die Jungs mit Stolz verkünden, gleich den ersten Auftritt auf dem Metalfest 2011 gehabt zu haben.

In Lünen hängen die Trauben des Metalolymps allerdings ungleich höher, also gilt es beim Heimspiel, das Beste daraus zu machen und sich nicht beirren zu lassen. Allerdings merkt man den Jung schon den Respekt an, den sie vor dem leeren Saal haben, und ganz sicher schwingt da ein nicht unbeträchtlicher Teil Enttäuschung wegen der mangelnden Resonanz mit. So werden die ersten beiden Songs „Maelstrom“ und „Infernal“ gleich durchgeprügelt, wobei die Band auch gerne im brutal schleppenden Doom rifft, während Schlagwerker Reaper jeden Belzebub auf den Teppich nagelt. „Hallo, schön, dass ihr uns anseht“, meint Frontmann Dante trocken, bevor mit „Funeral March“ ein weiterer hasserfüllter Doom-Black-Thrash-Brocken auf die Festivalbesucher niedergeht.

Ein wenig statisch wirkt die Bühnenshow, Bassist Demothi steht zu passiv in der Nähe seines Amps und scheint den Kontakt zu seinen Mitstreitern verloren zu haben, headbangt dafür gelegentlich – ein bisschen mehr Bewegung würde aber insgesamt auch eine Schwarzwurzelband zu Gesicht stehen. Passend zum Sound entern Infesting Swarm mit Corpsepaint die Bühne – nicht schlecht, wo doch heutzutage einfach viel zu viel darüber gelästert wird. Infesting Swarm sind ordentlich, aber werden leider nur mit schmalem Applaus der Besucher belohnt.

Setlist:

  • Intro
  • Maelstrom
  • Infernal
  • Funeral March
  • Insidious
  • Crown Of Sickness
  • Catacombs
  • Relay
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