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Metal City Festival XII

Trotz widriger Außenbedingungen ein weiterer Erfolg für die Organisatoren

Salvator MMVI lieferten beim MCF ihren ersten Auftritt ab

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Zwölf Mal Metal City Festival, und auch bei dieser Runde konnten die Organisatoren mit dem Ablauf zufrieden sein. Bei der Zuschauerzahl war zwar noch Platz nach oben, allerdings sorgten auch die widrigen Außenbedingungen dafür, dass sich ein paar weniger Fans als gewöhnlich auf den Weg nach Lünen machten. Über die perfekten Rahmenbedingungen des Lükaz sollte man eigentlich nicht mehr berichten brauchen – klasse Sound, sehr günstige Getränkepreise, leckere Baguettes gingen weg wie die warmen Semmeln, und auch für die heimische Sammlung standen mal wieder zahlreiche Digital- oder Vinyltonträger zur Verfügung. Eine weitere erfolgreiche Auflage, die schon jetzt Hunger auf die erste Runde in 2011 machte.

Salvator MMVI

Die Organisatoren des Metal City Festivals bleiben sich zum Glück treu und offerieren immer wieder kleinen und völlig unbekannten Bands die Möglichkeit, als Opener des Festivals zu fungieren. Bei der zwölften Auflage fiel die Wahl auf die 2006 gegründete Combo Salvator MMVI aus Hamm, die erst in diesem Jahr einen geeigneten Drummer hinter der Schießbude festzurren konnten. Und natürlich wollten die Metaller auch die Gelegenheit nutzen, nicht nur wie zuvor bei den anderen Festivals in Lünen vor der Bühne das Haar zu lüften, sondern nun selbst auf der Bühne für Stimmung zu sorgen.

Schnell mussten die Burschen feststellen, wie träge ein Publikum sein kann, vor allem, wenn jedem auffiel, wie sehr die Nervosität aus den Bandporen tropfte. Doch ein paar Freunde hoben die Leere und Trägheit auf, standen Arm in Arm in der vordersten Reihe und schüttelten vergnügt die Locken. So erwarben sich Salvator MMVI bei ihrem ersten Auftritt schnell den Charme einer Schülercombo in der Oberprimaaula.

Trotz der Unterstützung von der ersten Sekunde an machten Salvator MMVI einen etwas verunsicherten Eindruck, denn hinter den Freunden tat sich ein riesige Lücke gähnender Leere auf – nur wenige Nasen hatten sich in der Nähe der hinteren Theke geschart – die meisten hielten sich eher noch im Vorraum oder in der Raucherzone auf und verpassten den „Send Me A Sign“-Einstieg. Hörte sich nicht schlecht an, vielleicht noch ein wenig holprig, und auch Joshuas Gesang kam etwas dünn rüber, was aber nicht am Mischer lag.  „Down By The Sea“ hatte dann auch gleich schon mal ein paar Doublebass parat und ließ sich noch ein Quäntchen besser an als der Opener, doch der Fronter bekam seine Aufgeregtheit nicht wirklich in den Griff und lag auch mal deutlich mit der Stimme daneben. Aber wie schon erwähnt – hier sollte die „Güldene Pommesgabel“ nicht allzu hoch gehängt werden, handelte es sich doch um den ersten Auftritt überhaupt, und so hatten sie weder Routine noch vorher irgendein Feedback erfahren.

Doch sie konnten auch selbst über sich lachen. „Being Alone“ wurde nicht wie geplant herausgerotzt, und so kommentierte Joshua dieses Missgeschick mit einem prägnant ehrlichen „Bor – war dat scheiße“, welches sogleich von den Kumpels mit fettem Applaus bedacht wurde.

Sogar ein paar Showelemente hatten Salvator MMVI eingebaut. So wurde ein Fünf-Liter-Fässchen den Fans spendiert, wenn sie doch gleich einen Beleibteren aus ihrer Mitte im Crowdsurfing-Stil durch die Halle Richtung Theke und zurück bugsierten. So hatten sich die tapferen Mitstreiter noch für die spaßige Peter Schilling-Coverversion von „Major Tom“ stärken können. Die Headbanger ganz vorn hatten ihren Spaß, doch weiter hinten wurden nur mühseligst die Handflächen gegeneinander geschlagen. Das allerdings sollte die Band nicht entmutigen lassen.

Setlist:

Send Me A Sign
Down By The Sea
Being Alone
It Hurts No More
Major Tom

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