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Metal Church & Perzonal War im Konzert (Essen, August 2016)

Tollhaus Turock lädt zur metallischen Messe

Mit Superlativen muss man immer sehr vorsichtig sein, haben sie in der Regel nur eine begrenzte Haltbarkeit und treffen dazu selten den Kern der Dinge. Heute Abend aber im Turock kommt es  insgesamt zu einem eindeutigen Statement pro Clubshow, denn was Metal Church den Fans an Energie abringen können, ist schon aller Ehren wert. Und man muss schon lange in den Turock-Analen herumwühlen, wann denn überhaupt das Publikum derart enthusiastisch – mit einem Durchschnittsalter bei gefühlten 40 – mitgegangen ist. Davon profitiert dann auch schon der Opener

Perzonal War

aus Troisdorf, ist der Club zum pünktlichen Start gegen 20 Uhr richtig gut gefüllt, die ersten Bierchen sind ebenfalls schon verhaftet, kein Hindernis also mehr, um sich nicht auf melodischen Thrash Metal der hier nicht mehr unbekannten Band – schließlich hatten sie schon eindrucksvoll auf dem Turock Open Air 2015 abrocken können - einzulassen.

„Wir sind Metal“ stellen sie sich gleich mal zu Beginn fest und verweisen auf des überdimensionale Backdrop des Headliners, wo tatsächlich nur noch Metal zu lesen ist. Gut, die ersten Schmunzler eingeheimst, doch anschließend überzeugen sie mit ihrer Musik, immer mehr Fans stehen da vorn dicht gedrängt nickend und auch der immer wieder aufbrandende Applaus ist mehr als amtlich. Überraschend ist, dass Perzonal War heute mit ihren ruhigeren Songs richtig punkten können, Abgehthrasher wie „Metalizer“ oder besonders „30 Years“ aber nur wenig Applaus abbekommen. Als richtige Highlights entpuppen sich dafür heute das fett groovende „Speed Of Time“ oder das mit balladesken Zügen rockende „This Dead Meaning“ - da wird dann nicht nur die Matte geschüttelt, sondern auch fleißig mitgeklatscht.

„Okay Essen, Danke für den herzlichen Empfang“, so Metti schon nach dem abgefeierten „Speed Of Time“, nur um dann mit einem „ich hoffe, ihr habt Bock auf Metal?“ in „Metalizer überzuleiten – ja ja, der Abend verleitet da natürlich zu einigen Wortspielchen. Kurz mal abgefragt, wer denn Perzonal War schon kennt, mit dem Ergebnis, dass sich ein Drittel als fachkundig outen kann, etwas später will denn Metti auch wissen, wer denn auch das neue Album „The Last Sunset“ schon kennt – nun gut, da besteht wohl noch etwas Nachholbedarf.

Aber auch so hat das Quartett ein paar schöne Überraschungen am Start, so vor allem für die Supporter aus den Anfangstagen der Band, denn mit „The Inside“ gibt es doch gleich einen netten Einstieg aus Debützeiten. Zwischendurch darf natürlich nicht auch die Werbung für die eigene Jubiläumsshow – 20 Jahre Perzonal War werden am 29. Oktober 2016 im Siegburger Kubana gefeiert – eingestreut und auch Bassist Vince, der ja vor gut drei Wochen noch mit seinen Balls Gone Wild als Support für Dead Lord mehr schlecht als recht stehen konnte und sichtbar auf dem Weg der Besserung ist, darf kurz vor Schluss auf die Einheiztube drücken, während Metti schnell mal ein Bild vom pommesgabelbewährten Publikum macht, bevor dann Drummer Martin mit seinem eingesprungenen Finale in „5 More Days“ dann das Ende einläutet. Ein paar wenige versuchen zwar noch, eine Zugaben herauszurufen, doch das Gros der Anwesenden ist jetzt schon auf die amtliche Metalkirche gepolt.

Setlist:

The Inside
Devil In My Neck
Speed Of Time
Metalizer
Hornet
This Dead Meaning
30 Years
Incarnation
When Time Turns Red
5 More Days

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