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Metal 4 Meinerzhagen 2017

Sauerland endlich wieder metalisiert

Eradicator gehen gleich für neunzig Minuten auf Zerstörungskurs

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Eradicator

Mit Thrash Metal wird der Abend enden und für die ultimative Ballerei haben Eradicator aus dem benachbarten Lennestadt gleich auch neunzig Minuten Zeit – klar, da kann kein „Standardkurzprogramm“ mehr reichen, da wird die Setlist gleich auch mit hammerharten Tracks aus Debützeiten verlängert. Irgendwie passt es heute Abend auch prima ins Bild, dass die Spannbreite auch in die Zukunft weist, denn mit „Read Between The Lies“ stellen sie eben auch einen neuen Song vom kommenden vierten Longplayer vor – 2018 wird es dann auch für alle anderen zugänglich sein.

Frisch ans Werk geht das Quartett aber auch heute schon, die Anwesenden rücken bis zur Bühne auf und nicht wenige outen sich eben auch als Eradicator-Fans mit entsprechendem Leibchen. Prall kommt schon das „Star Wars“-Intro daher, „Evil Command“ sorgt für die ersten kreisenden Matten, was mit reichlich Bewegung auf der Bühne auch gut gekontert wird. „Habt ihr Bock auf Thrash Metal?“, will Frontmann Seba wissen und stimmt mit einem „passt zufällig, wir auch“ zu. Dann werden erst einmal die Lauscher mit zwei Songs ununterbrochen verwöhnt, der Applaus ist ansprechend, und sollte da ein bisschen zu wenig Feedback kommen, appelliert Seba mit einem „Habt ihr noch Bock?“ und einem „das geht auch lauter“ erfolgreich, als Fan doch mehr zu investieren.

Natürlich haben sie auch heute wieder ein paar kleine Schmankerl eingebaut, so dürfte kaum jemandem entgehen, dass sie kurzerhand mal „Master Of Puppets“ im „Final Dosage“-Finale einbauen, aber auch das anschließende, Orwells „1984“ gewidmete „Two Thousand Thirteen“ wuchtet von sich aus mit voller Macht, sodass die Fans auch kaum Zeit bekommen zum großen Luftholen. „Prost, Meinerzhagen“ – Prost auch von uns, denn Eradicator zeigen sich unverfälscht, voller Energie, da ist nicht nur der Applaus vollauf gerechtfertigt, sondern auch die zahlreichen Zugabe-Rufe, welche dann mit der Debütnummer „Capital Punishment“ belohnt werden. Die Belohnung für die Jungspunde ist nicht nur der mehr als ordentliche Applaus, sondern auch der Umsatz am Merch – da schließt sich der Kreis für Lokalpratriotismus und darüber hinaus.

Setlist:

Intro Star Wars
Evil Command
Born Of Hate
Baptized In Blood
Manipulhate
When Bullets Drop Like Rain...
Final Dosage
Two Thousand Thirteen
Immortal Sacrifice
Read Between The Lies
The States Of Atrocity
Slavery
Last Days Of Defiance
Possessed By The Devil
Madness Is My Name
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Capital Punishment

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