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Messerschmitt, DepredatioN & Reckless Manslaughter im Konzert (Essen, November 2017)

115 Jahre Ruhrpottmetal

Das Don't Panic in Essen scheint aktuell eine Anlaufstelle für Geburtstagskonzerte zu werden – ein paar Tage zuvor feierte ja Fredi mit seinen Erazer, an diesem Samstagabend sind es eben Benni und Kai, die mit den vier Nullen, und Jens, der seine 35 Lenze in den Knochen hat. 115 Jahre Ruhrpottmetal sind geboren, DepradatioN die Gastgeber, einfacher als jede Milchmädchenrechnung. Mit Messerschmitt und Reckless Manslaughter sind zwei weitere befreundete Bands mit an Bord, die allesamt für einen prall gefüllten Backyard sorgen, wo auch der Sound deutlich besser als bei den Konzerten vorne im Haupthallenbereich aus den Boxen dröhnt.

Reckless Manslaughter

Ein paar Wochen zuvor hatten die Death Metaller Reckless Manslaughter aus dem Ruhrpott eindrucksvoll bei einer Gartenparty in Wetter die Nachbarschaft in Grund und Boden gebrüllt, heute im Club wirken sie sogar noch einen Tacken intensiver und dürfen sich auch über einen ausgewogenen Backyard-Sound freuen. Dazu ist der kleine Club schon früh auch angenehm gefüllt, sodass tatsächlich Konzertatmosphäre aufkommt, auch wenn das Gros der Anwesenden eher auf „Geburtstag“ gepolt zu sein scheint.

Neues Material haben die Recken ebenfalls frisch herausgehauen und sind dabei auf der seltsamen Tape-Welle aufgesprungen, kredenzen die drei Nummern gleich zu Beginn ihres Sets und sorgen schon mit ordentlichem Groove für aufgeheizte Stimmung, sodass sich ab „Funeralmaster“ schnell auch die ersten HeadbangerInnen einstellen. Zuvor hatte Frontmann Leimy noch kurz vor der Bühne verbracht, muss aber fortan wegen dem dichteren Gedränge eher im eher eintönigen LED-Licht auf der Bühne stehen bleiben.

Gleich mehrere neue Nummern vom kommenden Album stellen sie heute ebenfalls vor und treffen dabei durchaus auf positive Zustimmung, das schon vom Debüt her bekannte „Ruthless Rampage“ lädt zum kollektiven Kopfnicken ein und wird mit ordentlichem Applaus bedacht. „War das schnell genug?“, will Leimy wissen, kratzt mit seinem „da geht noch was“ an der Metallerehre, stößt auf den heutigen Feiergrund an und zählt kurz vor Schluss noch zu den beiden Covernummern „Enslaved By Propaganda“ von Terrorizer sowie „Nuclear Postman“ aus der eigenen Manstractor-Phase an – der metallische Startreigen weiß zu begeistern, der Startschuss zum Abend ist durchweg gelungen und nicht wenige wissen nun schon jetzt, wo der Ruhrpotthammer denn wirklich hängt.

Setlist:

Unleash The Spirits Of The Fallen
Tales Of Cremation
Funeralmaster
Blinded By Rage
Ruthless Rampage
Apicoetomy
Face Is Broken
Enslaved By Propaganda (Terrorizer-Cover)
Nuclear Postman (Manstractor-Cover)
Iron Casket

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