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Megaherz, Heldmaschine, Sündenrausch im Konzert (Dresden, Dezember 2016)

Rauschende NDH-Party

Man könnte mittlerweile meinen, dass die Stadt Dresden langsam aber sicher zum Sündenpfuhl avanciert. Zumindest was diesbezügliche Bandnamen betrifft, steht die Landeshauptstadt scheinbar hoch im Kurs. Waren es vor zwei Wochen noch Sündenklang, sind es nun Sündenrausch, die als Support von Megaherz und Heldmaschine agieren. Für die diese zwei genannten Formationen ist es der letzte gemeinsame Tourtag, wobei Megaherz ihre Zombieland-Tournee erst im Januar endgültig abschließen.

Sündenrausch

Schon weit vor Beginn des Konzertabends darf man sich an der Tatsache erfreuen, dass das Publikumsinteresse als sehr hoch einzustufen ist. Bereits beim ersten Act des Abends ist der Club Puschkin bestens gefüllt und der übliche Sicherheitsabstand zur Bühne entfällt, stattdessen erwarten Sündenrausch gut gefüllte vordere Reihen.

Die als Gothic-Pop-Duo angekündigte Formation erweitert sich live zum Vierer und steigt mit einer Begrüßung des Publikums in ihren Gig ein. Dies erlebt man sicher selten, handelt allerdings gleich ein paar Pluspunkte für die Band ein. Böse Zungen meinten, dies sei wohl auch nötig, ganz so arg möchte man es dann aber doch nicht darstellen. Zugegebenermaßen ist der eher klassisch intonierte Gesangspart von Frontfrau Kira anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, dafür wird die Saitenfraktion live kräftiger zu Gehör gebracht, was den Liedern durchaus gut steht.

Kira betätigt sich allerdings nicht nur am Gesang, sondern zeigt sich ebenso für die Kommunikation mit den Zuschauern zuständig, was allerdings zu einigen unfreiwilligen Schmunzlern führt. Einmal erfreut sie sich an der Schönheit der Dresdner, die allerdings gerade komplett im Dunkeln verschwinden und beim nächsten Mal ist es eben verdammt cool, dass es hier so heiß ist. Nichtsdestotrotz hinterlässt sie einen verdammt sympathischen Eindruck und kann damit immer wieder Applaus abräumen. Während der Stücke bleibt es hingegen zumeist ruhig, wirklich vielen Anwesenden scheint die Band bisher nicht bekannt zu sein. So auch „Böser Wolf“, welches von der gerade produzierten neuen EP stammt.

Dementsprechend ruhig bleibt es auch bei „Feuerregen“, selbst wenn Kira vorher die Zuschauer zur stimmlichen Unterstützung aufruft. Damit geht es bereits Richtung Ende des Konzerts. Mit „Wunderland“ und einer Einladung an den Merch-Stand wird schließlich ein Support abgeschlossen, der nicht wirklich weh tat, allerdings gerade im lyrischen Bereich noch einiges an Luft nach oben hat.

Setlist:

Hier & Jetzt
Heute Nacht
Böser Wolf
Feuerregen
Schwarz wie Ebenholz
Wunderland

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