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Megadeth & Havok im Konzert (Köln, Juni 2016)

Traumstimmung in Dystopia

Neue Hoffnung im Thrash-Himmel

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Megadeth gehören seit den Achtzigern zu den Big Four und somit zur Speerspitze des Thrash Metals. Man mag den Vierer als Mainstream-Thrash abtun, aber schließlich waren sie diejenigen, die auch andere Bands dieser Sparte mitunter zum Durchbruch verholfen haben. Diese Tour ist die erste komplette in Deutschland seit der „Tour Of Duty“ vor acht Jahren und landesweit ausverkauft.

Havok

Die Wahl der jungen Vorband passte wie Faust aufs Auge, denn das Quartett aus Denver erweist sich in jeder Hinsicht gerechtfertigt. Sie besitzt die Energie und den Speed solcher Bands aus den frühen Achtzigern wie Death Angel, Metallica oder eben auch Megadeth. Gepaart mit ihrer rotzigen und energischen Attitüde erinnert sie stark an die Bay Area Bands. Der Vierer löst mehr als nur höflichen Applaus bis in die hinteren Reihen der Halle aus und baut seine Show so auf, dass die Ansagen in die antiutopische Textwelt von der Hauptband passen. Dies zeigt besonders die letzte Ankündigung, in der David Sanchez auf die totale Überwachungsmacht von facebook und den sozialen Medien hinweist. Er fordert die Freiheit oder extremerweise den Tod. Aber egal welchen Song man nimmt, die Jungs bringen ihr Programm souverän über die Bühne. Außerdem  sind sie ungemein fix auf ihren Instrumenten. Der Sänger/Rhythmusgitarrist und der Leadgitarrist harmonieren in ihrem Spiel während ihres Sets ausgezeichnet miteinander.

Die musikalische Präzision und die Lockerheit auf der Bühne sind für eine Vorband sehr überraschend, wobei man anmerken muss, dass die Jungs mittlerweile zahlreiche Konzerterfahrungen vor Bands wie Anthrax, Forbidden, Testament und Death Angel haben. Einerseits ist es erstaunlich, dass die Halle bereits bei dem Einheizer so gut gefüllt ist, andererseits versteht das Quartett ein sattes Programm herbeizuzaubern, das die meisten Thrasher sofort zu erfreuen weiß. Wenn die Band es schafft, regelmäßig Präsenz zu zeigen und stilistisch abwechslungsreiche Alben abzuliefern, könnte sie in ferner Zukunft das Zepter von ihren Vorbildern übernehmen.

Setlist:

1. Intro
2. Point Of No Return
3. No Amnesty
4. From The Cradle To The Grave
5. Claiming Certainty
6. D.O.A.
7. Give Me Liberty… Or Give Me Death

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