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Mayze, Eden Circus im Konzert (Haltern, März 2015)

Livedebüt und CD-Releaseshow in einem

Mayze feiern ihr Livedebüt bei ihre CD-Release-Show

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Mayze

Nach einer gut zwanzigminütigen Umbaupause legen dann Mayze los. Die 2012 gegründete Gruppe liefert heute Abend mit „The Land Of Lucid Feathers“ nicht nur ihr Debüt ab, sondern bringt die Songs auch zum ersten Male live zu Gehör – ein Wagnis, ohne Zweifel, können die Anwesenden doch noch gar nicht mit den Songs vertraut sein.

Vertraut sind die Gäste allerdings schon mit der Bühnenbeleuchtung, denn auch bei den heutigen Headlinern zeigt sich das gleiche Bild: Wenig bis gar kein Licht, und wenn auch hier ganz viel von hinten, dazu eine pure Nebelschwade nach der anderen, die wiederholt nur einen verklärten Blick auf die Bühne zulassen – Gitarrist Marcel muss nachher sogar zugeben, dass er Schwierigkeiten hatte zu wissen, wo denn gerade seine Finger über's Brett sausen.

Dafür aber legen auch Mayze eine beeindruckende Performance hin, an der es, wenn überhaupt, nur marginal etwas zu bekritteln gibt. Die Songs sind deutlich metallischer trotz aller Progressivität, insgesamt legen sie Wert auf einen durchgehenden Stimmungsfluss, der nur durch wenige Ansagen außerhalb der Reihe unterbrochen wird. In der Regel leitet Maike in den kurzen Pausen, die gerne vielleicht in Zukunft auch mit einem sanften, fast malerischen  Keyboardteppich an Spannung gewinnen könnten, in den nächsten Song mit dramatisch gesprochen Worten über, vorerst nur nach dem Opener „Embracing Whispers“ haucht sie ein „Wir sind Mayze und nehmen euch mit auf die Reise“.

Und genau da befindet man sich dann auch die restliche Spielzeit über, wobei man sich natürlich auf die schwere Kost einlassen muss, denn Unterhaltung wird hier nicht auf einem Partylevel geboten, sondern zuhören und mitreisen ist hier das Gebot der Stunde. Marcel legt so manche Headbangeinheit ein, Maike wirbelt eher verschwörerisch mit schlängelnden Armbewegungen und weiß sich dabei auch hervorragend im Gegenlicht zu positionieren, wobei Keyboarder Arne und auch Drummer Matt fast vollkommen im Nebel verschwinden – gerade bei Arne weiß man häufig nur, dass er noch da ist, weil sein Sound einen hohen prägenden Anteil am Gesamtgefüge innehat.

„Can you hear me? Can you hear my pounding dead heart“, so Maike mit verschwörischem Ton, der das ganze Erlebnis auch gut auf den Punkt bringt und „Lucid Feathers“ einleitet. Auf einen so deutlichen Applaus anschließend konnte man wohl hoffen, aber nicht damit rechnen, die Zugabe-Rufe fordern eine Verlängerung ebenfalls sehr deutlich, was Mayze dann auch mit „Isolation” erfüllen. Am Ende der Reise darf man dann durchaus ein wenig sprachlos sein, denn der erste Auftritt ist mehr als gelungen und lässt für die Zukunft die Erwartungshaltung ein wenig nach oben schnellen. „Danke an den Ton, danke an alle, die geholfen haben und auch Dank an alle, die gekommen sind“, so noch Maike, eine letzte Verbeugung, bevor der Vorhang dann für heute zumindest live fällt, denn anschließend darf man gerne in die ultimative Händeschüttel- und Lobhudelei einsteigen.

Setlist:

Embracing Whispers
Secret Garden
Emperor Of My Heart
As I Close My Eyes
Grinning Faces
He
The Forlorn Hope Company
Exonerate Me
Pounding Dead Heart
Lucid Feathers

Isolation

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