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Masters Of Reality, Persona Non Grata im Konzert (Bochum, Oktober 2009)

Klasse Auftritt: Masters of Reality

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Downtown Bochum – Donnerstag Abend. Riesige bedrohliche Fragezeichen hängen schwer über der Matrix, die sich wegen der Last eines ereignisreichen Abends am Liebsten verstecken will. Der Chronograph dreht weiter gewichtig seine Runden, ohne Erbarmen versinkt die Zeit im grauen Alltag dieser Ruhrpottstadt.

Doch halt – ein Lichtblick, wie er dort weilt am Horizont, nicht nur kurz aufflackernd wie ein Streichholz im Sturme – heller werdend um zu sorgen für pure Begeisterung in den Grotten dieser Konzertstätte.

Kurz und knapp: Die Bands standen auf dem Weg von Berlin nach Bochum im fetten Stau und verspäteten sich derbe. Mit reichlich Verzögerung konnte es dann erst nach 21 Uhr losgehen.

Persona Non Grata

Die bei den meisten Zuschauern völlig unbekannten Persona Non Grata riefen eigentlich die oben beschriebenen Fragezeichen wieder auf dem Plan. Viele fragten sich sogar, wer denn dort spiele, es schien, als ob niemand diese Combo auf dem Schirm habe. Nur einige Unentwegte wagten sich bis an die Bühne, der größere Teil versteckte sich hinter höflicher Distanz.

Wer sich im weltweiten Netz austobt und sich über Persona Non Grata informieren will, stößt recht schnell auf den Namen der übermächtigen Kyuss. Und richtig, da zockt doch Chris Crocknell, der Ex-Kyuss-Bassist mit, nennt sich hier Vic Du Monte, und macht seit 2005 durch eigenwillige, zeitweise sperrige Musik auf sich aufmerksam. Nur marginal sind Anleihen seiner Ex-Combo auszumachen, vielmehr vermischen Vic und seine Mitstreiter Persona Non Grata unterschiedlichste Stile wie Punk, Rock und Country; eigenwillig allemal.

Gleich der Opener deutete die Richtung an, eckig und kantig wurde „Hidden In Plain Sight“ rausgerotzt. Und ebenso deutlich wurde, dass hier ein schwer verdaulicher Brocken serviert wird, der Zugang nicht einfach zufliegt. Vielmehr war der Fan gezwungen, sich den Beats hinzugeben, sich auf die eigenwillige Interpretation zeitloser Rockmusik einzulassen. Anfangs konnte man die Reaktion des Publikums durchaus als Verhalten bezeichnen, gegen Ende des Gigs war der Stimmungspegel deutlich angehoben.

Hochklassige Midtempo-Rocksongs wie „Yankee Dollar“ oder das stark balladeske „Cry Me A River“ hatten ihren Anteil daran. Mit „She’s A Rocker“ wurde die Schlagzahl deutlich erhöht, schweißnaß klebte Vic an seinem Mikrofon, und niemand fand sich in der Tube, die Persona Non Grata als unerwünscht bezeichnen würden. Kurz vor Schluss fühlte man sich in einem Sechziger-Western versetzt, deutliche Country-Anleihen starteten ihren Rundgang durch die Prärieohren. „High On The Sly“ beendete ein hervorragendes Konzert, Vic und die Persona Non Grata-Boys wurden unter anschwellendem Applaus in die Kabine geschickt. Well done, boys.

Setlist:

  1. Hidden In Plain Sight

  2. Jolene

  3. Strays

  4. Company Man

  5. Yankee Dollar

  6. Sweet 16

  7. Cry Me A River

  8. House Of Cards

  9. She’s A Rocker

  10. Ikostola

  11. High On The Sly

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