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Manilla Road & Vulture im Konzert (Lünen, Mai 2018)

Warm Up zum Rock Hard Festival

Manilla Road laden zur epischen Zeitreise

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Manilla Road

Tourauftakt für Manilla Road hier in Europa, und am Ende stehen dort viele Fans mit weit geöffneten Mäulern und sind nur noch baff und erstaunt, wie spielstark das Quartett heute das Lükaz auf der musikalischen Zeitreise einnimmt. „Manilla Road hier in Lünen, wow“, so vielleicht das häufigste Zitat des Abends, da werden „Männerträume“ eben auf andere Art und Weise wahr, da dürfte den meisten beim Blick auf die Setlist schon schön warm ums epische Herz werden.

Trotz recht kurzer Konzertankündigung von vielleicht etwas mehr als drei Wochen ist das Lükaz mit gut 250 Leuten sehr gut gefüllt, dabei ist der Kartenverkauf auch erst in der letzten Woche so richtig angezogen. So wundert es auch nicht, dass sich die Fans eben nun dicht vor der Bühne postieren und schnell wird überraschend klar: Viele zeigen sich textsicher und shouten jeden einzelnen Vers mit – Old-School-Gesänge mit erhobener Powerfaust zum epischen Niederknien. Da lassen sich Manilla Road eben erst einmal gar nicht lumpen und spielen zu Beginn pausenlos gleich mal die ersten drei Nummern durch – das geht doch schon an die Kondition, schwächeln aber gilt nicht.

„Ist der Sound da draußen okay?“, will Frontmann Bryan "Hellroadie" Patrick, der sehr gut bei Stimme ist und den Songs einen eigenen magischen Touch auch diesen Abend untermischt, vor „Astronomica“ wissen, später ist sogar Zeit für ein paar Geburtstagsgrüße – herzlichen Glückwunsch, an wen auch immer – und auch Gitarrist und Manilla-Ursprung Mark Shelton mischt sich mit einem „alles klar bei euch?“ – der selbst mal kurz locker flockig bei „Flaming Metal Systems“ zum Klampfensolo hinter dem Kopf ansetzt – im verbalen Kurzaustausch ein.

Von „Open The Gates“ über „Mystification“ bis hin zu „The Deluge“ geht die erste Hälfte des Rückblicks; da darf man schon ein paar feuchte Tränchen im Augenwinkel verwischen, und selbst die „neuzeitliche“ 3-Track-Kurzverweisung mit dem noch recht neuen „In The Wake“ und den beiden „The Blessed Curse“-Nummern „Luxifera's Light“ sowie Kings Of Invention“ stellen keine wirkliche Zäsur im geschlossenen Ablauf dar.

Doch mit dem Abendfinale dürften sie die kaum vorhandenen Restzweifel dann endgültig eliminieren, gehören die letzten fünf Lieder doch zum bisher wohl am meisten abgefeierten Referenzwerk aus der Manilla Road-Schaffensphase – „Crystal Logic“ kann und hat mal so alles, was der Fan auch heute noch braucht. Da wird es dem Metaller doch heute nicht nur warm, sondern auch gleich ein paar Jahrzehnte jünger ums Herz. Muss man mitgemacht haben.

Setlist:

Road Of Kings
Divine Victim
Open The Gates
Astronomica
Mystification
Masque Of The Red Death
Death By The Hammer
Hammer Of The Witches
Witches Brew
In The Wake
Luxifera's Light
Kings Of Invention
Flaming Metal Systems
The Veils Of Negative Existence
The Ram
Necropolis
-------------
Crystal Logic
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Heavy Metal To The World

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