Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Magnum, NeonFly im Konzert (Bochum, November 2012)

Nicht alt, sondern reif

NeonFly erspielen sich viele neue Fans

Zum Thema

Magnum gehören ja schon seit Urzeiten zu den Bands, die einfach immer eine mehr oder wenige große Gefolgschaft um sich scharren konnte. Und auch an diesem Donnerstagabend kann man eigentlich nicht meckern, sind doch gut 350 Fans aller Altersstufen vor Ort und feiern, lassen sich vom Opener Neonfly überraschen und stimmen sicherlich mit ein: Zeitlos schön.

NeonFly

Wiederkommen wollen sie, die NeonFlys aus dem Herzen Englands, und einen Grund hat das sicherlich auch, den man ihnen so abnehmen kann, denn herzlich ist auch der Empfang in der Bochumer Matrix. Dabei sind auch hier nur eine übersichtliche Zahl an Fans anwesend, die diese Truppe aus London überhaupt kennt.

Die 2008 gegründete Band konnte schon schnell mit der ersten, in Eigenregie veröffentlichten EP „Clever Disguise“ Erfolge feiern und u.a. auf einer Tour im Vorprogramm von Freedom Call durchaus punkten. Im August 2011 stand dann das Full-Length-Debüt „Outshine In The Sun“ an, welches nun knapp ein Jahr später NeonFly als Magnum-Support nach Deutschland bringt.

Ist das Publikum wie zu erwarten war noch recht voreingenommen und distanziert, so schwindet diese Barriere richtig zügig, denn die London-Boys liefern eine fulminante Rockshow ab, punkten aber nicht nur mit Energie, sondern auch mit dem einen oder anderen Ohrwurm. „Wir möchten euch auf eine musikalische Reise mitnehmen, auf einem Schiff“, so die nonchalante Einleitung für „Ship With No Sails“, und tatsächlich, die ersten Fans folgen den Mitklatschanimationen, zwar erst noch vereinzelt, aber immerhin. Als dann aber Bassist Paul ein paar Powerfäuste förmlich einfordert, da fällt dann die Zurückhaltung und mehr und mehr stimmen in den lauten Heyrufen mit ein.

Auf der Bühne gibt es dafür auch das volle Posingprogramm: Synchronheadbangen oder wildes Gitarrenfuchteln, dazu mit Willy einen Frontmann, der es durchaus versteht, einige subtile sexuelle Anspielungen einzubauen, indem er mehr als einmal seinen Dödel am Mikroständer reibt. Muss man sich eigentlich Gedanken machen, wenn seine Beule in der Hose dann zum kleinen Blickfang wird? Schnell weg vom Lenden-Kopfkino, denn NeonFly wissen durchaus musikalisch zu überzeugen. Mit dem Journey-Cover kramen sie natürlich tief in der olle Kammellen-Kiste, ist das Original doch auf der 83er Scheibe „Frontiers“ zu finden.

Bei „The Revenant" sitzt dann Willy auf der Bühnenkante, schön auch die Pommesgabelfingerspiele mit einigen Fans, man merkt den Engländern einfach den auch verbalisierten Stolz, hier spielen zu dürfen, an, und mit „Morning Star“ zugunsten Satans sprechen sie dann wohl auch einigen Anwesenden Hard’n’Heavys aus der finsteren Seele.

Setlist:

Broken Wings
The Enemy
Ship With No Sails
A Gift To Remember
Spitting Blood
The Revenant
Separate Ways (Worlds Apart) (Journey-Cover)
Morning Star

Seite
  • 1
  • 2
comments powered by Disqus

Spektakulärer Abend, der kaum zu übertreffen ist

Das Wochenende klingt mit Volldampf aus

 

 

„Das ist genau der Punkt, kein erhobener Zeigefinger“

Perfekter Tour-Abschluss, der mehr Zuschauer verdient hätte

Kurzweiliger Abend mit kleinem Vorgeschmack auf das kommende Album

Wenn es im August schneit und trotzdem alle schweißgebadet nach Hause gehen

Fantastisches Open-Air, bei dem alle um die Wette strahlen

Familiäre und friedliche Metalparty am Kanal, Take 17