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Magnum, Gwyn Ashton im Konzert (Bochum, März 2011)

Magnum sind auch 2011 noch ganz großes Kino

Gwyn Ashton im Blues-Rock-Soul-Rausch

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Neues Album, neue Tour, und wieder halten die Briten Magnum in Bochum, wechselten dafür aber von der Zeche in die Matrix. Und für einen Wochentag war die Röhre einmal mehr sehr ordentlich gefüllt – vielleicht 550 Fans tummelten sich dort, die dann auch ersten, wenn auch manchmal zaghaften Applaus für den Support Gwyn Ashton aufbrachten.

Gwyn Ashton

Da schauten aber zahlreiche verdutzte Gesichter gen Bühne, als nach der Ankündigung der Two-Man-Blues-Army folgerichtig zwei Typen die Bühne enterten – Gwyn Ashton, der für Gitarre und Vocals zuständig war, zusammen mit Kevin Hickman an den Drums.
Und weil die Verwunderung zuerst so groß war, brauchten auch die meisten Fans, die sich nicht noch weiterhin verbohrt an der Theke festkrallten, einige Zeit, um mit dem Gebotenen warm zu werden, denn musikalisch bediente dieses Duo natürlich eine komplett andere Richtung – der Projektnahme verriet es ja auch schon.

Immer schön bluesig, mit jeder Menge Feingefühl, und oft schien es auch, dass Gwyn den Interpretationen seiner Werke freien Lauf ließ – aber das ist jetzt hier nur ein Bauchgefühl bei völliger Unkenntnis der Songs. Gwyn selbst ist allerdings auch kein Unbekannter mehr. Weit zurück in den Sechzigern lernte er Gitarre und traf in den ganzen Jahren mit Musiklegenden wie Gary Moore (R.I.P.), Rory Gallagher (ebenfalls R.I.P.) oder auch Chris Glen zusammen, nur um einige wenige zu nennen.

Auf der Bühne zumindest lebte er die komplette des Welt des Blues, zitierte Hendrix-Fragmente, ließ Einflüsse von ZZ Top durchblicken, und ferner lebte er auch seinen Fetisch für Gitarren aus, denn regelmäßig tauschte er sein Arbeitsgerät aus und versuchte so, den etwas limitierten Sound durch Nuancen abzuändern.

Aber auch sein Mitstreiter Kevin muss ein wenig in den Vordergrund gehoben werden, denn bei einem Duo ist es kaum möglich, sich zu verstecken. Und das versuchte er auch erst gar nicht, griente wie ein Honigkuchenpferd und vermittelte dauerhaft den Eindruck, dass er nicht nur tierisch Spaß bei seiner „Arbeit“ habe, sondern dass auch ständig der Schalk in seinem Nacken sitze. Und wenn Gwyn einmal mehr in seinen solistischen Phasen ausufernd und barrierefrei daherjammte, sorgte Kevin immer wieder für einen harmonischen Rückhalt.

Das merkte dann auch das Publikum, das nach anfänglicher Zurückhaltung immer mehr zum Sound der beiden mit Kopf und Fuß ins Wippen geriet, und folgerichtig konnten Gwyn Ashton zunehmenden Applaus einheimsen – nicht überbordend, aber ordentlich.

Setlist:

Get Up Get Over It
Break
Outside Woman Blues
Cross Road Blues
Ain’t My Style
Meltdown At The Hoo
Guitar Town
Mad Dog

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