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Machine Head, Bring Me The Horizon, Devildriver, Darkest Hour im Konzert (Oberhausen, November 2011)

Einfach nur auf die Fresse

Machine Head zocken einfach mitten auf die Fresse

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Machine Head

„Machine ‘fucking’ Head, Machine ‘fucking’ Head“, wer gedacht hätte, dass die Neo-Thrasher aus dem Amiland schwächeln würden, der sieht sich getäuscht, denn die fanatischen Fans wissen schon früh, was es bedeutet, sich selbst in Stimmung zu bringen, auch wenn die Turbinenhalle ganz sicher nicht ausverkauft ist. Doch immer wieder – während der Umbaupause, zwischen den Songs – klingelt lautstark das „Machine ‚fucking’ Head“ in den Lauschern – und das zu Recht, denn was die Oakland-Thrasher als musikalisches Feuerwerk abbrennen, lässt zwar bei dem Backkatalog so manchen Wunsch offen (wo war z.B. „A Nation On Fire“), bringt aber mit „The Blood, The Sweat, The Tears“ zumindest auch eine Überraschung hervor.

Eigentlich ist von einem Machine Head-Gig schnell berichtet – kurzweilig, voll auf die Fresse, tobende Moshpits und Pommesgabel-Alarm, wohin man blickt – es braucht doch nicht viel mehr als ein paar gute Songideen, knallenden Sound und eine engagierte Truppe, um das feierwütige Volk zufrieden zu stellen. Doch ein Punkt, der ganz oben anzusiedeln ist: Die Truppe ist einfach glaubwürdig. Wenn Robb „The Blood, The Sweat, The Tears“ den deutschen Biertrinkern widmet, wie geschehen, dann nimmt man ihm das einfach ab; wenn Robb in einer längeren Laudatio sich dafür bedankt, schon seit 17 Jahren mit Machine Head erfolgreich spielen zu dürfen und er wisse, wie sehr er es den Fans zu danken habe, dann kommt man einfach nicht auf die Idee, dass es ein abgesprochener Teil der Show ist, dass hier ein wenig am Pathos-Ehrgefühl gekitzelt wird. „Fucking amazing“ oder „incredible for us“ – das wollen nicht nur die Fans hören, sondern auch fühlen.

„Wie hat euch Darkest Hour gefallen?“ will Robb wissen, und genauso wie für Devildriver jubeln die Fans ihm eine positive Bestätigung zu. „Und Bring Me The Horizon?“ hakt er noch nach und muss einige Schmäh- und Buhrufe entgegen nehmen, was ihn offensichtlich ein wenig überrascht.

Die Mischung aus alt und neu kommt in Oberhausen allerdings auch extrem gut an; kein Song, wo der Circlepit nicht in Raserei aufgeht, angefeuert durch Robbs „schneller, schneller“, mit einem der wohl größten und brutalsten Moshpit zum Dauerbrenner „Ten Ton Hammer“ und einem ohrenbetäubenden Lärm, als die Fans Machine Head zur Verlängerung auffordern.

Die angehängte Spielzeit bringt dann allerdings keine große Überraschung, denn „Halo“ und „Davidian“ waren schon bei der letzten Tour die Rausschmeißer – geil ist es trotzdem, das Heer an Matten zu sichten, die Unmengen an LuftgitarrenspielerInnen förmlich zu hören, bevor dann der Budenzauber unter lautem Jubel zu Ende geht – „Cheers“ meinte Robb irgendwann zuvor – jawohl, hoch die Tassen für einen tollen Abend.

Setlist:

I Am Hell (Sonata in C#)
Be Still And Know
Imperium
Beautiful Morning
The Blood, The Sweat, The Tears
Locust
This Is The End
Aesthetics Of Hate
Old
The Darkness Within
The Declaration
Bulldozer
Ten Ton Hammer
Who We Are
-----------------------
Halo
Davidian

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