Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Machine Head, Bring Me The Horizon, Devildriver, Darkest Hour im Konzert (Oberhausen, November 2011)

Einfach nur auf die Fresse

Darkest Hour setzen ein erstes Ausrufezeichen

Zum Thema

Ende November in Oberhausen und wohl der erste Tag, wo man das Gefühl hat, dass doch der Winter kommt, aber in der Halle, die leider nicht ausverkauft ist, wird schnell klar, was „einheizen“ bedeutet, denn schon der Opener Darkest Hour kann vollauf überzeugen, auch wenn zu Beginn das Publikum noch etwas übersichtlich ist. Einen ersten Höhepunkt liefern Devildriver ab, die mit enormem Druck zahlreiche Fans aus der Reserve locken, bevor dann die Fehlbesetzung Bring Me The Horizon so gar keinen Fuß auf den Boden bekommt. Ganz großes Kino sind dann Machine Head mit einer Latte an Songs, die nichts anbrennen lassen – mehr Beweis für „Leader of Neo-Thrash“ benötigt es nicht.

Darkest Hour

Irgendwie kann man den Eindruck gewinnen, dass für Darkest Hour trotz der famosen aktuellen Scheibe „The Human Romance“ die Metalsterne etwas höher hängen als für andere Bands – bei ihrer Headliner-Tour Anfang des Jahres haben sich zu später Stunde so manches Mal die Reihen schon arg geleert. Hier in der Turbinenhalle müssen sie auf die Bühnenbretter, obwohl das Publikum zu Beginn der Show noch mehr als übersichtlich durch den Gebäudekomplex stolpert.

Nach und nach füllt sich der Saal aber doch trotz der frühen Stunde, und auch wenn nicht jeder vom melodischen Death Metal überzeugt ist, müssen alle anerkennen, dass sich Darkest Hour fett ins Zeug legen und zurecht mit steigendem Applaus belohnt werden. Ein guter Sound steuert sicherlich ebenfalls etwas bei, vor allem aber die Agilität auf der Bühne dürfte so manchen Gast des Abends auf die „Überzeugtenschiene“ bringen, denn kaum eine Sekunde vergeht, wo nicht John, Paul oder einer der beiden Mikes wie irre die Schädel schütteln oder sich durch Positionswechsel Kilometergeld verdienen – starke Leistung, denn auch musikalisch lassen die US-Boys nichts anbrennen, stellen natürlich ihre aktuelle Scheibe in der kurzen Spielzeit ausreichend vor, wildern aber auch mit dem Aggro-Melo-Batzen „With A Thousand Words To Say But One“ in der eigenen Vergangenheit.

„Wir haben mit „The Human Romance“ eine neue Platte raus – wer kennt sie schon?“ fragt John Henry und blickt auf einige wenige hochzuckende Finger, was Darkest Hour aber nicht daran hindert, einfach noch ein Schüppchen mehr ins Feuer zu pfeffern. Die Belohnung können sie dann auch endlich gegen Ende der Show einholen, denn nicht nur eine stattliche Anzahl an Pommesgabeln reckt sich im Schweinwerferlicht zum Gruße, sondern neben einigen HeadbangerInnen taut das Publikum besonders bei „Doomsayer“ auf und klatscht zu Beginn des Songs mit – tolle Band, guter Sound.

Setlist:

The World Engulfed In Flames 
No God
Violent By Nature
With A Thousand Words To Say But One
Your Every Disaster
Love As A Weapon
Doomsayer (The Beginning Of The End)

Seite
comments powered by Disqus

Fantastisches Open-Air, bei dem alle um die Wette strahlen

Familiäre und friedliche Metalparty am Kanal, Take 17

Fantastischer Abend, der viel zu schnell zu Ende ging