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Lord Of The Lost, Meinhard im Konzert (Dresden, September 2014)

Großartiger Abend inklusive Hitzeschlacht

Für Lord Of The Lost gab es schon kurz vor ihrer „Into The Fire“-Tour recht erfreuliche Nachrichten: Der Club Puschkin war beizeiten ausverkauft und da man der großen Nachfrage gerecht werden wollte, wurde das Konzert kurzfristig in die Tante Ju verlegt. So gab es zwar noch Karten an der Abendkasse, aber auch hier herrschte schon weit vor Beginn großer Andrang.

Meinhard


Die große Nachfrage kommt auch dem Support Meinhard deutlich zugute, immerhin sind zu Beginn seiner Show die ersten Reihen vor der Bühne gut gefüllt. Einige Zuschauer scheinen sich tatsächlich auch nur wegen ihm so zeitig postiert zu haben. Spricht dafür, dass einige seiner Veröffentlichungen gut ins Gehör gegangen sind. Auf seinem aktuellen Album „Beyond Wonderland“ stellt Meinhard das Thema „Alice im Wunderland“ in den Mittelpunkt.

Vorherige Ängste, dass man eventuell mit dem Thema nicht viel anfangen kann oder das Spektakel zu sehr ins Fantasyreich abgleitet, zeigen sich glücklicherweise unbegründet - auch wenn Jeremias Meinhard, der live mit Band unterwegs ist, mit seiner Visual Kei-Optik durchaus etwas überraschen kann. Positives Erstaunen schlägt sich auch aufgrund der musikalischen Vorstellung nieder. Hier wird von Beginn an ein ganz eigener Stil zu Gehör gebracht, der sich gut mit der Inszenierung auf der Bühne bindet. Meinhard kann stimmlich durchaus überzeugen und bietet zu jedem Song eine Performance an, die zwar hin und wieder etwas angespannt wirkt, insgesamt aber die Titel nochmals untermalt. Als er dann schließlich aus seinem Hut nicht etwa ein Kaninchen, sondern „Beyond Wonderland“ zaubert, scheinen die Dämme endgültig zu brechen. Die Saitenfraktion auf der Bühne geht ordentlich ab und auch im Publikum wird nun anständig mitgegroovt.
 
Das ruhig gehaltene „Nimmerwo“, welches mit gut gesetzten Schlagzeugparts aufwarten kann, lässt zwar nur ein zartes Mitwippen zu, dafür fällt der anschließende Applaus umso heftiger aus. Damit es nicht ganz so still weitergeht und wieder etwas Bewegung ins Publikum kommt, fordert Meinhard mit „Caucus-Race“ zum Tanz. Tatsächlich animiert die angenehm folkige Note des Songs dazu die Tanzbeine zu schwingen, was zugleich auch die ersten Schweißperlen auf die Stirn zaubert. Das anschließende „Blood+Love“ wird einer Zuschauerin gewidmet, die sich zugleich schüchtern abwendet.

Damit ist auch schon der Zeitpunkt gekommen, um sich zu verabschieden. Ein Hinweis auf das bald folgende neue Album ertönt, es wird viel Spaß mit der nachfolgenden Band gewünscht und schon fliegt das abschließende „The Trial“ in die Runde. Auch wenn der Titel ordentlich rockt, wird sich mittlerweile vor der Bühne etwas zurückgehalten, da die Temperaturen im Club minütlich zu klettern scheinen. Dafür gibt es einen inbrünstigen Applaus für den Support, den man sich in hohen Maße verdient hat.

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„Weil wir einfach wissen, dass wir als Band nur funktionieren, wenn wir uns nicht verbiegen“