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Long Distance Calling, Maybeshewill im Konzert (Hamburg, Februar 2011)

Trotz Wahl ein voller Konzertsaal

Long Distance Calling hatten die Hamburger nach St. Pauli ins Knust geladen. Trotz der Kälte haben sich viele Hamburger zum zweiten Mal an diesem Tage auf die Straße getraut. Die Wahl – nach einem neuen Wahlgesetz mit fünf Stimmen – war der Auftakt zum „Superwahljahr 2011“. Nachdem man zu Hause noch schnell die ersten Hochrechnungen und Prognosen angeschaut hatte, führte der Weg ins Knust. Der längliche Konzertsaal war schon recht früh gut gefüllt – die absolute Mehrheit der SPD hatte anscheinend keine fesselnde Wirkung.

Maybeshewill

Mit einem neuem Album im Gepäck – welches man exklusiv am Merch Stand erwerben konnte – erfreute Maybeshewill die Zuschauer. Robin Southby, John Helpes und James Collins vervollständigen ihr Quartett momentan mit Jamie Ward. Gespielt werden sowohl Gitarre, (3-saitiger) Bass und Schlagzeug sowie elektronische Spuren. Kurz nach neun standen die Vier auf der Bühne und beglückten das Publikum mit ihrer Musik, welche (größtenteils) instrumental ist. Obwohl die Band auf eine gesangliche Begleitung (größtenteils) verzichtet, kamen mehrere Ansagen. Dass die Engländer sich Mühe geben, war spätestens nach zehn Minuten klar, als ein recht akzentfreies „Danke“ über die Lautsprecher die Zuschauer erreichte. Die nächste halbe Stunde wurde dazu genutzt, um dem Publikum zu zeigen, dass Maybeshewill eine richtig gute Band sind. Nach 45 Minuten räumten die vier Musiker die Bühne und kamen kurz darauf wieder – nicht für eine Zugabe, sondern um beim Abbau zu helfen.

Long Distance Calling

Dank der Mithilfe der Maybeshewill-Bandmitglieder kamen die Jungs von Long Distance Calling schon nach einer Pause von zehn Minuten auf die Bühne, ein paar Minuten später war auch das letzte Kabel eingesteckt und die Fünf (David Jordan, Janosch Rathmer, Florian Füntmann, Jan Hoffmann und Reimut von Bonn) spielten ihre (größtenteils) instrumental gehaltenen Songs. Bei den drei „Frontmännern“ war zeitweise sehr viel Bewegung, besonders Gitarrist Florian Füntmann bewegte sich auf der Bühne und kombinierte das Gitarrespielen mit Sprüngen oder auch schnellen Schwenks des Gitarrenhalses. Leider waren besonders diese akrobatischen Einlagen eher schwer zu erkennen – es wurde zwar an der Beleuchtung nicht gespart, aber wenn die Lampen alle hinter der Band sind und mit zur Höchstleistung getriebenen Nebelmaschinen gepaart werden, sah man selten mehr als Umrisse. Bemerkenswert ist, dass die Jungs selbst nach einer Stunde nicht schweißgebadet waren – zumindest konnte man dies nicht erkennen; normalerweise verwandelt eine so bestrahlte Bühne sich innerhalb weniger Minuten in eine Sauna. Da ich als Fotograf gezwungen war, die ganze Zeit in das (verstärkte) Licht zu gucken, um die wenigen Möglichkeiten, die Band abzulichten, nutzen zu können. Meinen Augen zuliebe bin ich deshalb schon viertel nach elf gegangen – trotzdem beklagten sich meine Augen am nächsten Tag schmerzhaft. Als ich das Knust verlassen habe war es noch rappelvoll – und das hat der Auftritt an sich auch verdient gehabt!

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