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Long Distance Calling, EF im Konzert (Bochum, 2009)

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Long Distance Calling

Long Distance Calling wussten zu gefallen, fanden die richtigen Griffe in die Saiten ihrer Instrumente, der Drummer Janosch gab den Takt an, so dass auch einige es wagten, den Kopf zu dieser instrumentalen, mit viel Ambient gefütterten Musik zu schütteln. Long Distance Calling spielten auch neues Material vom gerade erst im April herausgekommenen Album „Avoid The Light“, welches am Merch-Stand nicht nur einmal den Besitzer wechselte. Doch lieber zurück zum Konzert: Zugegeben war ich nicht gerade ein Fan von Long Distance Calling, fungierten sie doch beim Winternachtstraumfestival gegen zwei Uhr morgens als Rausschmeißer und rissen mich keinesfalls vom Hocker. Aber wie oben schon erwähnt:heute war alles anders.

Die Riffs, diese Energie, der Funke, der ohne Probleme das Publikum mitriss, das konnte auch ich nicht ignorieren. Sogar der einzige mir bekannte Track „Jungfernflug“ von der „Satellite Bay“-Scheibe aus dem Jahre 2007 wurde gezockt. Die neueren Songs wirkten allesamt aggressiver, deutlich intensiver, doch auf der Bühne harmonierte altbekanntes und neues Material hervorragend. Während sich Reimut im hinteren Teil der Bühne grinsend und wie gefesselt hinter seinem Laptop verzog, beherrschte Basser Jan die Mittelposition und suchte immer wieder den Blickkontakt zum Publikum, flankiert von den Gitarristen Dave und Flo, die von ekstatisch bis aufgedreht, manchmal aber auch wie in sich ruhend die Taktschläge mit herrlichen Versatzstücken füllten. Das kam an, begeisterte, und machte Lust auf mehr. Es gab Zugaben, und am Ende waren Band und Fans überglücklich, diesen Dienstag Abend sinnig gefüllt zu haben.

Ein toller Abend, ein ungewöhnlicher Abend, und es kam alles anders als gedacht.

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