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Long Distance Calling, Arktika im Konzert (Münster, April 2009)

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Long Distance Calling

Die Umbaupause ging – wenn davon dank eines Vorhangs auch nichts mitzubekommen war – schnell von statten. Hatten sich schon bei Arktika recht viele Leute am Ort des Geschehens eingefunden, wurde es bei Long Distance Calling geradezu kuschelig vor der Bühne. Kein Wunder, es gab schließlich gleich mehrere Live-Premieren zu hören und sehen.

„Sundown Highway“, der Rausschmeißer des neuen Albums läutete den Auftritt der Fünf mit recht hohem Tempo ein. Und von Anfang an war klar, dass nicht nur die Besucher scharf auf die neuen Stücke waren, sondern die Band sich mindestens genauso darauf freute, diese live zu präsentieren. Die Spielfreude stand zumindest jedem Bandmitglied deutlich ins Gesicht geschrieben und gerade Gitarrist Flo nutzte seinen begrenzten Bewegungsradius optimal aus. Weniger groovig, dafür mehr heavy wurde es mit „Black Paper Planes“, einem weiteren brandneuen Track, der seine Live-Premiere allerdings schon länger hinter sich hat. Dieser wie auch die folgenden Nummern wurde nicht nur mit euphorischem Applaus, sondern auch mit Mitklatschen und „Hey! Hey!“-Rufen gefeiert.

Mit „Jungfernflug“ folgte der erste Song des Debüt-Albums, der in Sachen Bewegung vor der Bühne bisher den Höhepunkt lieferte – logisch, denn im Gegensatz zum neuen Album war „Satellite Bay“ den meisten Besuchern schon länger bekannt.  Im Set ging es weiter mit neuem („395°“) und altbewährtem Material („Fire In The Mountain“). Nach diversen Zwischenrufen aus dem Publikum konnte sich auch Musiker das Grinsen nicht mehr verkneifen und attestierten mehrfach: „Münster, ihr seid der Wahnsinn!“

Während schon „I Know You, Stanley Milgram“, einer der stärksten Tracks von „Avoid The Light“ auch die Letzten aus der Reserve lockte, waren bei „Metulsky Curse Revisited“ von der Split-EP „090208“ sogar einzelne Headbanger zu sehen. Während die Vorband Arktika oftmals den Kontrast zwischen ruhigen und aggressiven Parts betonte, legten Long Distance Calling mehr Wert auf sich langsam entfaltende Songstrukturen. Interessant zu beobachten war, dass das neue Material sofort einschlug, während bei anderen Release-Partys oftmals das alte Material frenetisch abgefeiert wird, bei neuen Songs allerdings eher die Zurückhaltung überwiegt.

Dass sich die Band nach dem Song nicht einfach aus der Affäre ziehen konnte, zeigten lautstarke „Zu-ga-be!“- und „Flug-ha-fen!“-Rufe. So standen die Fünf bald wieder auf der Bühne um einen letzten Song zu performen. „Der ist jetzt eher für die Metaller“, sagte Bassist Jan, ehe die ersten Klänge von „Apparitions“, dem Opener der neuen CD, ertönten, um auch die letzten Kraftreserven aufzubrauchen.

Eine weitere Zugabe gab es nicht und Long Distance Calling beendeten ihre „Avoid The Light“-Releaseparty, die wohl nicht nur den Leuten vor der Bühne einen Mordsspaß bereitet hatte.

 

Setlist:

1.    Sundown Highway
2.    Black Paper Planes
3.    Jungfernflug
4.    359°
5.    Fire In The Mountain
6.    I Know You, Stanley Milgram
7.    Metulsky Curse Revisited
8.    Apparitions

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