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Lonewolf, Dragonsfire, Iron Fate, Shadowbane im Konzert (Hamburg, Mai 2011)

Metal Service Tour in Hamburg

Shadowbane spielten erst ihren vierten Auftritt

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Die achte Station der Metal Service Tour 2011 führt die Protagonisten Lonewolf, Dragonsfire und Iron Fate in die Freie und Hansestadt Hamburg, genauer gesagt, ins Bambi Galore, einem kleinen Club in Billstedt, der genau die passende Location für Abende wie diesen markiert. Gemütlich, urig – eben undergroundig (man darf da drin sogar noch rauchen), genau wie die vier heute aufspielenden Bands, denn mit Shadowbane gesellt sich als erster Act noch ein lokaler Support hinzu. Mal abgesehen davon, dass es in der Underground-Szene sowieso viel familiärer und untereinander relaxter zugeht, ist die Stimmung bei den Anwesenden heute besonders gut, sicherlich auch deswegen, weil es sich um einen Freitag handelt und man ins Wochenende hineinfeiern kann.

Und unter den Bands scheint die Stimmung ohnehin bestens zu passen, das sieht man schon daran, dass in jeder Combo mindestens einer ein Shirt irgendeiner anderen heute aufspielenden Gruppe trägt – eine nette Geste. Rein musikalisch gesehen passt das Paket auf jeden Fall glänzend und dementsprechend wird auch jede Band mit etwa gleich viel Jubel belohnt.

Shadowbane

Shadowbane bestreiten heute abend erst ihren vierten Auftritt überhaupt, wie Bassist Moritz bei einem kleinen Plausch beim Bierchen nach der Veranstaltung erzählt – einer davon war vor ein paar Wochen auf dem Metal Bash vor immerhin gut tausend Leuten; man kann sich einen schlechteren Start vorstellen. Die Chance auf den lokalen Support hier hat man sich natürlich nicht entgehen lassen, für eine neu gegründete Band gilt neben viel proben schließlich so viele Gigs wie möglich an Land zu ziehen. Ein paar eingefleischte Fans haben die Jungs jetzt aber schon, wie sich bereits nach wenigen Minuten Spielzeit zeigt, denn vorne wird mittels Headbanging und Pommesgabeln recken ordentlich Rabatz gemacht. Man kann insgesamt sicherlich nicht sagen, dass der Laden aus allen Nähten platzt, aber das Stimmungsbarometer ist schon jetzt sehr weit oben und das ist die Hauptsache.

Shadowbane selbst machen einen wirklich guten Eindruck und legen einen – wenn man bedenkt, dass es erst das vierte Mal ist – routinierten Auftritt hin – viel besser als der auf der Website der Band als Video postierte erste Gig, bei dem sich Sänger Stefan offenbar selbst nicht hören konnte und hin und wieder etwas daneben lag. Doch heute ist alles bestens: Er ist gut bei Stimme und animiert die Leute, während die Saitenfraktion konzentriert, aber spielfreudig ihre Arbeit verrichtet. Anhand dieser völlig selbstverständlich wirkenden Souveränität merkt man natürlich, dass die Musiker keine Anfänger sind, bereits Bühnenerfahrung besitzen und nicht in ihrer ersten Band zocken. Die dargebotene Mucke ist guter, zeitloser Heavy Metal, der sowohl Einflüsse von US-Power-Metal, als auch von NWOBHM-Kapellen wie Iron Maiden aufweist – aber es ist nun mal so: Bei einer mit zwei Gitarren agierenden Band in der Schnittmenge von Power und Heavy Metal kommt bei jedem kleinen Harmony-Solo einfach automatisch der Maiden-Vergleich.

In jedem Fall erwischt die Band mit dem schnellen „Cross The Line“ einen Start nach Maß und macht den Fans von der ersten Sekunde an Feuer unterm Arsch, um mit dem melodischeren „Last Division“ ein Midtempo-lastigeres Stück nachzuschieben, dessen Refrain Hymnencharakter besitzt. Dies zeichnet die vorgegebene Marschroute sehr anschaulich vor; immer wieder wechselt man gekonnt zwischen speedigen Attacken und hymnischem Midtempo auf hohem songschreiberischen Niveau, wobei die Highlights des Sets ganz klar das düstere, mit orientalischen Läufen ausgestattete „Dystopia“ (der Titeltrack der Debüt-EP und ein absoluter Killer), das logischerweise bestens aufgenommene Hammerfall-Cover „Legacy Of Kings“ und der abschließende Rausschmeißer „Source Of Grief“ sein dürften. Wenn nach nur vier Auftritten bereits Sprechchöre für die Band erschallen, müsste es doch mit dem Leibhaftigen zugehen, wenn da nicht noch richtig was draus wird.

Setlist:

Cross The Line
Last Division
Dystopia
Abandoned Land
Sonic Inferno
After The Fallout
Legacy Of Kings (Hammerfall-Cover)
The Source Of Grief

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