Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Letzte Instanz, Sündenklang, Broken Soldiers Project im Konzert (Dresden, November 2016)

Umjubelter Tourabschluss

Im August veröffentlichten Letzte Instanz ihr neues Album „Liebe im Krieg“, welches seit Oktober auch live vorgestellt wird. Und genau mit dieser Scheibe gab es nach dem recht durchwachsenen „Im Auge des Sturms“ auch wieder mehr positives Feedback seitens der Fans. Kein Wunder also, dass man bei der letzten Station der Tour auf eine sehr gut gefüllte Reithalle schaut, in der man seinen Lokal-Matadoren-Status sicher bestens ausleben kann.

Natürlich ist der Sechser nicht allein gekommen, wer auf die angekündigten Sündenklang wartet, muss sich allerdings noch gedulden, da kurzfristig mit

Broken Soldiers Project

ein weiterer Support für den Abend zu vermelden ist.

Ganz unbekannt ist die Band nicht mehr, immerhin können sie bereits auf eine zehnjährige Geschichte zurückschauen und waren zudem mit namhaften Szenegrößen unterwegs. Eigentlich hatte man der Formation vor einigen Jahren einen größeren Durchbruch zugetraut, der den Dresdnern aber bislang verschlossen blieb.

Mit „Lost“ wird eröffnet und irgendwie scheint hier schon klar, warum den Dresdnern Größeres vorenthalten blieb. Gestartet als Alternativ-Electro-Gothic-Band, kann man das Alternativ mittlerweile getrost streichen. Dies verringert nicht nur deutlich das Klangspektrum, sondern macht es vor allem um einiges unspektakulärer. Auch die Kommunikation mit den Zuschauern kann man nur als verhalten beschreiben. Frontfrau Juliane haucht anfangs ein kurzes „Hallo, wir sind Broken Soldiers Project“ ins Mikro, welches in der letzten Reihe schon kaum noch zu verstehen ist und damit ist die Konversation bereits beendet.

Die Titel kommen alle recht düster daher und werden teils mit symphonischen Elementen angereichert. Leider ist der Sound hier noch nicht der Beste, sodass die Texte nur schnipselweise zu verstehen sind. Besser sieht es hingegen mit der visuellen Umsetzung aus, immerhin werden die Songs mit passenden Videoeinspielern unterstrichen, die wiederum deutlich mehr in Erinnerung bleiben als sämtliches angebotenes Liedgut. Zwar kann man der Band handwerklich nichts vorwerfen und gerade Juliane kann sich durchaus gut in Szene setzen, trotzdem schwimmt das Ganze im Meer der Beliebigkeit und erreicht kaum Wiedererkennungswert. Applaus gibt es trotzdem, immerhin präsentiert man sich ja doch recht solide und verschwindet nach einem kurzen „Tschüß und viel Spaß noch“ von der Bühne.

Seite
comments powered by Disqus