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Letzte Instanz, Mina Harker im Konzert (Köln, Dezember 2010)

Letzte Instanz bieten eine heiße Show

Mina Harker kann keine Begeisterung ernten

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Nach einem überaus erfolgreichen Festivalsommer 2010, mit Auftritten auf dem Wacken Open Air, dem Summer Breeze und anderen, befinden sich Letzte Instanz nun auf großer "Heilig"-Tour, die bereits seit dem 28. Oktober 2010 läuft und heute im Rheinland Halt macht; genauer: in der Kölner Live Music Hall. Doch bevor die siebenköpfige Band auf die Bühne schreitet, wird Mina Harker der Vortritt gelassen.

Mina Harker

Als Mina Harker mit „Letzter Kuss“ auf die Bühne kommen, sind die Erwartungen noch groß: Wie man Gesprächen im Publikum entnehmen konnte, kennt kaum jemand die Vorband; viele kennen nicht einmal den Namen. Aber es kann ja durchaus nicht schaden, mal vollkommen unbekannte Musik in die Ohren gedrückt zu bekommen - so manches Mal sind schließlich wahre Perlen unter den häufig eher unbekannten Vorbands zu finden.

Heute Abend ist das aber wohl nicht der Fall und schnell ist jeder Optimismus aus den Gesichtern verflogen. Im Vordergrund steht die auffällig gestylte Sängerin, die Namensgeberin der Band ist - wenn man überhaupt von einer solchen sprechen kann, denn die einzige Konstante neben „Mina Harker“ scheint Alexander Gorodetzki zu sein, der sich auf der Bühne an der Gitarre austobt.  Ihren Künstlernamen hat die Dame aus dem Roman „Dracula" entlehnt, dessen Inhalte sich mehr oder weniger auch in den Songs wiederfinden lassen.

Obwohl Mina Harker ihre Musik als Rock bezeichnet, kommt der Sound reichlich poppig und nicht sonderlich sauber durch die Boxen. Dabei kann leider auch die Stimme der Sängerin nicht viel raushauen. Bei „Bis zum Tod“ hätte sie sich besser wieder Dero von Oomph! hinzugeholt, mit dem sie das Lied für ihr Debüt „Tiefer“ eingesungen hat; wahrscheinlich wäre das Publikum dann etwas eher aufgetaut. Ein anderer Stolperstein für Mina Hanker ist wohl auch die Tatsache, dass sie sich unnötig viel damit beschäftigt, gut auszusehen und ihrer Stimme beim Sprechen einen besonderen Ton zu verleihen, was leider nicht sonderlich positiv auf das Publikum wirkt.

Sowohl die Begeisterung als auch die Beteiligung der Menschen vor der Bühne halten sich daher im Verlauf des Auftritts sehr in Grenzen; der Applaus und das Mitklatschen beschränken sich auf das Nötigste. Als dann auch noch Mikrofonprobleme bis zur völligen Dienstverweigerung auftreten, entsteht ein weiterer Bruch zwischen dem Publikum und Mina Harker. Grund dafür ist aber weniger das ausgefallene Mikro, als vielmehr die Reaktion der Sängerin auf das Problem: Ein eingeschnappter Blick, der zu töten vermag, verspielt die letzten möglichen Sympathiepunkte noch vor dem Ende der Hälfte des Gigs.

Setlist:
1.    Letzter Kuss
2.    Bis zum Tod
3.    Tränen
4.    Bittersüß
5.    Rache ist süß
6.    Lolita
7.    Gefallener Engel
8.    Schmutzige Hände
9.    Tiefer
10.   Kraft

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