Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Letzte Instanz im Konzert (Halle Oberhausen 2006)

Zum Thema

Für einige ausgewählte Auftritte hatten sich die Schandmäuler mit der Konzertband überhaupt zusammengetan und spielten die Tour zum neuen Album mit der Letzten Instanz. Und die spielten ein so tolles Konzert, dass wir Euch das beim besten Willen nicht vorenthalten wollen.

 

Das dachten sich wohl auch mehrere Fans und so standen wir um sieben Uhr in einer bereits gefüllten Luise-Albertz-Halle und beobachteten, auf der Absperrung zum Fotograben sitzend, fasziniert, wie sich die Halle immer weiter füllte und der Menschenstrom vor den Eingängen nicht versiegen wollte. Um kurz vor acht sah man dann nur noch Köpfe. Laut Homepage verfügt der „Saal Berlin“ über eine Grundfläche von über 1.000 qm bzw. 2 Emporen. Ob die gefüllt waren, daran mag ich mich wirklich nicht mehr erinnern. Sollte es an dem sein, bin ich froh, dass mir das nicht während des Konzertes klargeworden ist. Beim schieren Anblick der Masse auf dem Boden konnte einem schon ganz anders werden.

 

Meine Horrorvisionen von Millionen mich zertrampelnden Schandmaulfans wurden abrupt vom lang ersehnten blauen Licht, in das die Bühne getaucht war, sowie dem Intro unterbrochen. Nacheinander betraten Specki T.D., Micha(el Ende), Oli, Holly D., Beni Cellini, Muttis Stolz und schließlich beim bereits beginnendem „Unerreicht“ Holly die Bühne. Ein Meer aus Schreien, Armen und Applaus begrüßt sie. Ich trage nicht unwesentlich dazu bei. Seid dem Amphi Festival im August habe ich die schönste Band der Welt nicht mehr gesehen. Die sieben Akteure scheinen auch ihren Spaß zu haben, Muttis Stolz hüpft wie gewohnt barfuß aber fast noch aktiver als sonst zu seinem perfekten Geigenspiel, Holly D. animiert zum klatschen, was das Zeug hält und Holly singt. Singt, als gäbe es nur dieses eine Konzert, als wäre das der einzige Abend der Tour und nicht ein Anschluss an die stressigen Festivalmonate.

 

Der erlaubte Temperaturpegel für Vorbands wird bei „Tanz“ endgültig überschritten. Das Publikum kommt der Aufforderung der (für die Meisten) fremden Band ohne Bedenken nach. Und singen beim anschließendem „schönsten Lied der Welt“ immerhin das obligatorische „immer, immer wieder!“ kräftig mit.

 

Den Höhepunkt des Abends soll das Septett zwar erst mit Rapunzel erreichen, dennoch: der Neuling „Wir sind allein“, den die eingefleischten Fans nur textlich aus dem Forum der Bandhomepage kannten, bringt fast alle dazu, Hollys Bitte „an den Händen (zu) nehmen und einfach die nächsten 15 Minuten (zu) schaukeln“, zu befolgen. Natürlich ist „Wir sind allein“ keine 15 Minuten lang und als Beni Cellini ins Publikum springt, wird er natürlich gefangen. Dennoch: Ein Stückchen Sternenhimmel habt die Instanz in der Louise Albertz-Halle aufgehen lassen.

 

Zum Stimmlein, das nun dank prominenter Unterstützung wirklich jedem im Publikum bekannt ist, betritt sogar Thomas die Bühne und vollbringt das, was sich so viele am Amphi Festival, auf dem Schandmaul, die Instanz und Subway to Sally, in persona also Thomas, Holly und Eric Fish anwesend waren, gewünscht hätten: Das Duett am Ende.

 

Gerockt wird am Ende zu dem Lied, auf das ich ein halbes Jahr wartete. Ins obligatorische „Rapunzel“ bauen die sieben Musiker Elivs‘ „Jailhouse Rock“ ein - ein Knaller, wie man ihn besser nicht zum Schluss eines Konzertes hätte bringen können.

 

Das merken die Instanzler auch und bauen nach dem verdienten und kräftigem Schlussapplaus doppelt schnell die Instrumente ab - es erklingen nämlich bereits „Zugabe“ - Rufe.

 

 

Setlist Letzte Instanz

Intro

Unerreicht

Sonne

Ohne Dich

Tanz

Das schönste Lied der Welt

Jeden Morgen

Wir sind allein

Mein Todestag

Das Stimmlein

Rapunzel

comments powered by Disqus

Erneut eine eindrucksvolle Bewerbung um den Titel „Konzert des Jahres“

Vom pinkfarbenen Cover hin zum Boxen

Das Wandern ist des Metallers Lust

Refuge, Teutonic Slaughter und Kadaverficker beim Saunafest