Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Leprous, Voyager, Earthside im Konzert (Hamburg, April 2016)

Drei sehr eigenständige Bands sorgen für gute Partystimmung im Logo

Räumen nach allen Regeln der Kunst ab: Voyager.

Zum Thema

Voyager

Die Truppe aus dem fernen Australien ist schon etwas länger aktiv und kann auf bereits fünf Full-Length-Alben zurückblicken, das letzte, schlicht „V“ betitelt, kam 2014 heraus, von unserem Nicolas mit euphorischen 9,5 Punkten abgefeiert. Ich muss gestehen, mir war die Truppe bisher völlig unbekannt, bin aber wie so viele Neulinge nach dem Auftritt sehr angetan. Dabei geht der Start gleich ordentlich in die Hose: Der Sound bei Earthside war – für Logo-Verhältnisse allemal – vergleichsweise gut und auch bei Voyager tönt alles sehr differenziert und nicht übertrieben laut aus den Boxen, dennoch muss der Opener „Momentary Lapse Of Pain“ bereits nach wenigen Sekunden unterbrochen werden, da es laut Sänger Daniel Estrin technische Schwierigkeiten gibt.

Nach nur wenigen Augenblicken ist das Problem jedoch aus der Welt geschafft und der Fünfer entfesselt eine amtliche Partystimmung. Der Laden ist noch etwas voller geworden und alle Metal-Puristen sind wohl heute Abend (glücklicherweise) zu Hause geblieben; eben jene wären garantiert Sturm gelaufen gegen die vielen Elektro-Spielereien, die teilweise sogar in den Techno-Bereich gehen. Überhaupt werden hier poppige, rockige, metallische und elektronische Elemente munter durcheinandergewürfelt, dabei aber nie der Song selbst aus den Augen verloren. Sensations-Refrains wie von „Hyperventilating“ oder insbesondere „Stare Into The Night“ fräsen sich jedenfalls umgehend in die Hirnrinde und wollen da auch nicht so schnell wieder verschwinden.

Die elektronischen Elemente kommen weitestgehend vom Band, hin und wieder greift Daniel allerdings zu einem tragbaren Keyboard und lässt die eine oder andere Passage live vom Stapel. Dass in Sachen Stimmung noch mal kräftig einer draufgesetzt wird, verwundert nicht, wenn man allein die Spielfreude der Band betrachtet. Man grinst sich gegenseitig an, wechselt die Positionen, bangt sich einen ab und post nach allen Regeln der Kunst. Vor allem Gitarristin Simone Dow ist ein richtiges Tier, man merkt, dass diese Frau für die Bühne wie geschaffen ist. Wenn man dann noch auf der Internetseite von Voyager liest, dass ihr Lieblingsalbum „My Arms, Your Hearse“ von Opeth ist, zu ihren Lieblingsfilmen „Pulp Fiction“ und „Star Wars“ zählen und ihr Lieblingszitat von Homer Simpson stammt („You’ll have to speak up, I’m wearing a towel“), ist ein Heiratsantrag eigentlich unumgänglich.

Ein äußerst sympathischer Haufen, der sich nicht zu ernst nimmt, was auch an Fragen wie „Are you ready for Techno?“ zu erkennen ist, und dass Daniel, der eigentlich aus Buchholz bei Hamburg kommt, allerdings schon lange in Australien lebt, deutsche und englische Ansagen mixt, trägt ebenfalls zur Erheiterung bei. Ob irgendjemand wüsste, wo Perth liegt, möchte er vom Publikum wissen. Die Antwort lautet nicht etwa Südwestaustralien, sondern „Arsch der Welt“, allerdings „lässt es sich dort schön leben, noch schöner aber ist es, nach Hamburg zu kommen“.

Ach Gott, da kommen einem ja fast die Tränen; das Publikum aber ist dankbar und lässt sich weiterhin mitreißen. So wird bei „The Meaning Of I“ der Aufforderung, das „I“ kräftig mit zu skandieren, selbstverständlich nachgekommen, und als Belohnung folgt ein Ausflug von Simone, Daniel und dem zweiten Gitarristen Scott in den Zuschauerraum, wo sie munter weiterzocken sowie in Form von „I Am The ReVolution“ eine ursprünglich nicht vorgesehene Zugabe. Ein gut einstündiger, sehr kurzweiliger Auftritt, der unheimlich viel Spaß gemacht hat.

Setlist:

Momentary Relapse Of Pain
Stare Into The Night
Misery Is Only Company
Broken
Lost
Hyperventilating
The Morning Light
Summer Always Comes Again
Seasons Of Age
The Meaning Of I
----------------------------------
I Am The ReVolution

Seite
comments powered by Disqus

Rauschende Jubiläumsparty mit ein paar Wermutstropfen

Bundeswehr-Musikkorps und U.D.O. für den guten Zweck

Delirious und Terrorblade im Rausch der Kanalfahrt

Darkness Drummer Lacky beim Selbstversuch mit dabei

„Deutsch“ ist in und Schumi irgendwie mit dabei