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Leichenwetter, Temple of Twilight im Konzert (Essen, Juni 2011)

Ein Konzert unter Freunden

Numen mit Spaß dabei

Zum Thema

Leichenwetter

Der Wetterbericht verkündet nun nach einem regnerischen Nachmittag: Leichenwetter. Typische Begleiterscheinung dieses Wetters sind Reisen in die Vergangenheit, Reisen in die Zeit der Dichter und Denker. Exakt so kündigt Numen die Band dann auch an und es geht los mit „Letzte Worte“. Nein, nein der erste Song ist mit Sicherheit nicht der letzte, das hier vertonte Gedicht von Annette Droste-Hülshoff heißt nun einmal so. Es wird gerockt auf der Bühne und auch im Zuschauerraum.  Jetzt sind die Gekommenen warm getanzt und es folgt der Song  „Verklärung“ vom Album „Legende“.  Numen der heute mit Bronchitis auf der Bühne steht, lässt sich dies keinesfalls anmerken und auch seiner Stimme merkt dies hier niemand an. Als er dann nach  „Dort Und Hier“ nach Wasser für die Band, verlangt, da er sonst der Gefahr ausgesetzt sei, nur noch a capella singen zu können, entspringt dem ein Geplänkel mit dem Publikum, denn als Numen sich bedankt, „gröhlen die Massen“ „Bitte“ zurück. Da lässt es sich Numen nicht nehmen, dies zu wiederholen.

Numen moderiert nahezu jeden Song an und hat seine eigenen Interpretationen direkt mitgebracht. „Im Nebel“ etwa, geschrieben von Hermann Hesse, sei nun für  das alternde Volk im Altersheim, die nicht mehr mitbekommen, was um sie „rum geht“. Der Song, der auch auf dem aktuellen Album seinen Platz gefunden hat, wird von einem Fan Zeile für Zeile mitgesungen, wie übrigens jeder Song an diesem Abend. Da würde jeder Deutschlehrer stolz sein und vermutlich kann kaum einer dieser Spezies da mithalten.  

Die Band habe aber auch an ihren Bauchladen gedacht und wer noch nicht alle Leichenwetter CDs sein eigen nennen kann, dürfe dies gerne nachher ausgleichen. Und es gehen anschließend auch CDs in andere Hände über.  Es gäbe auch bald neues Merchandise, die Menge darf gespannt sein.  Nachdem es dann zur späten Stunde mit „Sehnsucht“ nochmals richtig romantisch geworden ist, ist es dann mit „Herbstseele“ auch schon vorbei. Vorbei? Ha, aber nicht mit dem Essener Publikum. Es wird eine Zugabe gefordert und die Band, die noch nicht ganz von der Bühne runter ist, kehrt auch direkt wieder zurück und Numen fragt, ob es ein wenig Maom sein darf oder was denn sonst der Wunsch sei. Ob das Publikum vielleicht billigere Plätze haben wolle. Er bekundet selber, dass er wohl den Schalk im Nacken sitzen habe, aber dort sitzt nur der Rabe. Nachdem der Lord aufgrund einer Technikpanne auf Kabel umgestiegen ist, kommt nun noch ein Klassiker, ehemals von Falko unters Volk gebracht, und schon auf der „Legende“ erschienen: „Out Of The Dark“. Hiermit verabschiedet sich Leichenwetter aber dann wirklich, aber sie seien ja schon am 1. Juli wieder in der Gegend, dann darf das Navi sie gerne wieder nach Mülheim schicken, denn dann ist diese Stadt auch ihr Ziel.

Allen, die heute nicht erschienen sind, sei gesagt,  dass sie was verpasst haben und der Band an dieser Stelle Hochachtung, dass ihr ein großartiges Konzert abgeliefert habt.

Setlist:

Letzte Worte
Verklärung
O Schweig
Dort Und Hier
Schwanenlied
Romanze Zur Nacht
Im Nebel
Chor der Toten
Altes Lied
Erlkönig
Sehnsucht
Herbstseele

Out Of The Dark

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