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Lacrimas Profundere, Traumtaenzer im Konzert (Essen, Juni 2010)

Gothic Rock statt heiterer Sonnenschein

Lacrimas Profundere mit gewohnt abwechslungsreicher Show

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An einem wunderbaren sonnigen Sommertag wie diesem fällt es schon ein wenig schwer, an dem einladenden Biergarten des Sounds vorbei zu gehen. Doch die schwarz gekleideten Menschen zieht es einen Eingang weiter, zum Konzert von Lacrimas Profundere und Traumtaenzer. Im Inneren des Sounds angekommen, möchte man am liebsten wieder rückwärts rausfallen, weil die Luft bereits so unangenehm ist. Aber was macht der Fan nicht alles für seine Lieblinge.

Traumtaenzer

Doch ebenso machen die Bands auch einiges für ihre Fans. So betritt Sänger Marco von den Gothic-Rockern Traumtaenzer die Bühne in einem schicken, aber wohl wesentlich zu warmen Anzug, was einer Sauna gleichkommen könnte, als das Intro in den letzten Zügen liegt. Zu Beginn stehen nur Violinistin Sandra und Gitarrist Tom auf der Bühne. Nachdem sich Sänger Marco zu den beiden hinzu gesellt hat, ist die Band auch schon vollständig. Auf die restlichen Musikanten wartet man vergeblich. Traumtaenzer bleiben zu dritt und eröffnen mit „Fremdes Land“ ihren Auftritt vor rund 150 Gästen im Essener Sounds. Sowohl die Drums als auch die Töne des Keyboards kommen leider nur vom Band, was den Eindruck einer inkompletten Band erweckt. Doch die beiden Vocalisten Eva und Marco machen das sehr schnell wieder wett und ziehen die gesamte Aufmerksamkeit auf sich. Vor allem Eva hat eine sehr schöne Chor-Stimme, die sie im Laufe des Auftritts immer intensiver zum Einsatz kommen lässt. Die tiefe und sehr variabel eingesetzte Stimme von Marco ergänzt sich hervorragend mit der von Eva, was sich unter anderem bei Songs wie „Monolit“, „Schattenspiel“ oder auch „Stigmata“ zeigt.

Das Publikum ist dabei eher abwartend und scheint die Musik eher hinzunehmen. Bis auf einen kleinen Trupp in der ersten Reihe, der, etwas unpassend zur Musik, am Bangen ist. Hauptsache der Spaß ist da, denn der steht im Vordergrund. „Schattenspiel“ legt etwas schneller los und bringt Bewegung unter die Zuschauer. Auch Eva bewegt sich grazil tänzerisch auf der Bühne.

Eva und Violinistin Sandra sind erst vor knapp zwei Monaten zu Traumtaenzer gestoßen und haben heute Abend ihren ersten gemeinsamen Auftritt. Sandra wirkt noch ein wenig unsicher und leider gehen die gestrichenen Töne im Sound ein wenig unter, aber für den Einstand war das ein guter Auftritt. Nach dem Lied „Die Wahrheit“ ist das Ende der Premiere von dieser Traumtaenzer-Konstellation eingeläutet. Das Lied wirkt sehr episch und erinnert mit der Stimme von Eva fast an ein Musical. Und obwohl das Publikum während des Auftritts eher zurückhaltend war, gibt es angemessenen Applaus und vereinzelte Zugabe-Rufe.

Die Traumtaenzer gewähren diese Zugabe und betreten mit dem sehr technolastigen Clubmix von "Stigmata" die Bühne. Für die zweite Zugabe verlässt Marco unerwartet die Bühne und ein anderer Mann nimmt den Platz am Mikro ein, um gemeinsam mit Eva den nächsten Clubmix in Form von "Die Wahrheit" zu singen.  Es stellt sich heraus, dass der Herr Numen von der Band Leichenwetter ist, welche gut mit Traumtaenzer befreundet sind. Die beiden Bands supporten sich gegenseitig, wodurch immer wieder Gastauftritte untereinander zustande kommen, so wie auch heute Abend.

Setlist:

1. Intro
2. Fremdes Land
3. Maschine
4. Monolit
5. Schattenspiel
6. Stigmata
7. Für die Nacht
8. Krieger
9. Die Wahrheit
10. Stigmata Clubmix
11. Die Wahrheit Clubmix

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