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Kvelertak, Truckfighters, El Doom & The Born Electric im Konzert (Hamburg, März 2013)

Geniale Stimmung, durchwachsener Sound

Mussten früher ran als angegeben: El Doom & The Born Electric

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Kvelertak marschieren und marschieren. Das jüngst veröffentlichte „Meir“ markiert erst das zweite Album der Norweger, doch schon jetzt reicht der für den Hamburger Gig vorgesehene Club „Knust“ an der Feldstraße nicht mehr aus und das Konzert wird wegen der großen Nachfrage kurzerhand in die größere Markthalle verlegt. Es ist der vorletzte Deutschland-Termin auf der Tour mit den Supportacts El Doom & The Born Electric sowie Truckfighters und ausgerechnet am Karfreitag, dem heiligsten Tag der Christenheit, will man der Hansestadt so richtig einheizen – ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Dass es immer noch dieses völlig alberne und unzeitgemäße Tanzverbot gibt (in modifizierter Form auch in Hamburg), scheint niemanden zu interessieren; ob der Veranstalter für eine Sondergenehmigung blechen musste, bleibt spekulativ. Fakt ist: In einem sogenannten säkularen Staat gehört dieser Unsinn komplett abgeschafft.

El Doom & The Born Electric

Ich rege mich da gar nicht mehr großartig drüber auf, weil es ja eh nichts zu bringen scheint: Um 21 Uhr soll die erste Vorband El Doom & The Born Electric um Frontmann Ole Petter Andreassen (manch einem sicherlich bekannt als Gitarrist der Chaotentruppe The Cumshots) eigentlich beginnen, doch als meine Wenigkeit um viertel vor neun den Ort des Geschehens betritt, ist der Auftritt schon in vollem Gange. Ein paar Interessierte haben sich bereits eingefunden, und auch wenn sich die meisten Leute noch draußen aufhalten, ist die Zuschaueranzahl für eine erste Vorband okay. Die Band spielt eine etwas krude Mixtur aus Rock’n’Roll-Elementen, Doom Rock und klassischen Rockriffs mit gelegentlichen psychedelischen, ruhigeren Momenten. Einer der Gitarristen an der Seite hat dementsprechend einen Synthesizer stehen, um hin und wieder von der Klampfe an die Tasten zu wechseln und ein paar Keyboard-Farbkleckse in die Angelegenheit einzuweben. Andreassen selbst ist mit einem Cowboyhut bekleidet und in Kombination mit dem spanischen Artikel „El“ in seinem Pseudonym und im Bandnamen muss man da gleich an die mexikanische Grenze, Texas und Wüste denken, und obwohl die Landsleute des Mainacts nicht wirklich Southern Rock zelebrieren, hat die Mucke durchaus auch etwas Südstaatliches, zumindest von der Atmosphäre her.

In jedem Fall ist das Ganze recht eigenständig, wenn eben auch etwas obskur. Sicherlich könnte man sich als Erstzuschauer ein brauchbareres Bild von der Band machen, wenn der Sound besser wäre. Vor allem der Bass überdröhnt mal wieder alles – das alte Problem, das leider bis zum Ende hin nicht behoben wird. Zwischendurch greift auch „El Doom“ selbst zur Gitarre, sodass, wie später bei Kvelertak dann durchgängig, manchmal eine Dreier-Gitarrenwand aufgefahren wird. Der Frontmann wirkt seltsam aufgekratzt, vielleicht ist er aber auch nur betrunken. An sein Bier geklammert, erzählt er den Fans, er sei der Vater des Kvelertak-Gitarristen Maciek Ofstad, und mit dem wachsenden Bekanntheitsgrad des Sechsers würde der Sohnemann nun mehr Pussys abkriegen als sein alter Herr (so zumindest seine Worte, wenn ich das Genuschel richtig verstanden habe). Wenn man am Merchstand außerdem für mehr als 50 Ocken einkaufen würde, „then I will sign the inside of your pussy“. Ah ja, dann wäre das ja auch geklärt… Insgesamt ein netter Auftritt (jedenfalls das, was der The-Pit.de-Schreiberling noch mitbekommt), der mit wohlwollendem Applaus honoriert wird. Nur der Sound war halt nicht doll.

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